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Case Study · Carve-out · Schweiz

CHF 32M Umsatz erhalten in 12 Wochen: Non-Core-Carve-out einer Industrieservice-Sparte aus einem Schweizer Industriekonzern.

Industrieservice-Sparte eines Schweizer Industriekonzerns mit CHF 32M Umsatz und 180 Mitarbeitern. Klassischer Non-Core-Spin-off – verselbstständigt in einem Quartal.

Year of Exit 2023 · Non-Core-Spin-off · 12 Wochen

Über einen Non-Core-Carve-out übernahm Tactical Management AG 2023 eine Industrieservice-Sparte mit CHF 32 Mio. Umsatz und 180 Mitarbeitern aus einem Schweizer Industriekonzern. Vollständige Verselbstständigung in 12 Wochen mit 6-Monats-TSA für Konzern-IT und HR. Alle vier Deutschschweizer Standorte erhalten, alle 180 Servicetechniker übernommen, EBITDA-Marge nach Eliminierung Konzern-Management-Fee von ~9% auf ~12% gestiegen.

Schweizer Industriekonzerne treffen Portfolio-Entscheidungen oft mit anderem Tempo und anderer Logik als ihre DACH-Pendants. Wenn eine Sparte nicht zum strategischen Kern gehört, wird sie nicht jahrelang verwaltet, sondern abgegeben – sauber, schnell, mit klarer Erwartung an den Käufer hinsichtlich Standort- und Beschäftigungserhalt.

Die Ausgangslage: Eine profitable Sparte, die nicht mehr ins Portfolio passt

Die Sparte erbrachte Wartungs- und Inspektionsdienstleistungen für industrielle Großanlagen – Kompressoren, Pumpen, Antriebssysteme. Vier Standorte in der Deutschschweiz, 180 Mitarbeiter (überwiegend Servicetechniker), CHF 32M Umsatz, EBITDA-Marge ~9%.

Der Mutterkonzern hatte sich nach einer strategischen Neuausrichtung 2022 auf Produktgeschäft fokussiert und alle Service-Aktivitäten als ‚Non-Core‘ klassifiziert. Die Sparte war kein Verlustbringer, sondern wurde aus Portfolio-Klarheit veräußert.

Verkaufsbedingungen des Konzerns: Schweizer Eigentümer-Käufer bevorzugt (keine ausländischen Strategie-Käufer), Erhalt aller Schweizer Standorte, Erhalt der Belegschaft, Closing in einem Quartal. Tactical erfüllte alle vier Kriterien.

Was wir taten: Schweizer Stand-Alone in 12 Wochen

Wochen 1–3: Sondierung, indikatives Angebot, Letter of Intent. Bewertung auf Basis von Pro-Forma-Stand-Alone-Earnings nach Eliminierung der Konzern-Management-Fee (~CHF 1,2M jährlich).

Wochen 4–8: Due Diligence (kommerziell, finanziell, rechtlich, technisch) und Carve-out-Architektur. Schweizerischer Asset-Deal mit Übergang aller relevanten Verträge (Kundenrahmenverträge, Mietverträge der vier Werkstätten, Servicetechniker-Arbeitsverhältnisse) auf eine neu gegründete Schweizer Tactical-Holding.

Wochen 9–12: Vertragsverhandlung, Closing, operative Übergabe. Das Closing fand am Quartalsende statt, um die buchhalterische Trennung sauber zu vollziehen. Eine 6-Monats-TSA für Konzern-IT und zentrale HR-Funktionen wurde abgeschlossen.

Operativ war der Übergang nahezu friktionslos: Die 180 Servicetechniker arbeiteten am Closing-Tag morgens für den Konzern, nachmittags für Tactical – derselbe Werkstattstandort, dieselben Kunden, derselbe Lohn. Was sich änderte: die Berichtslinie und die strategische Priorität (Service als Kern, nicht als Anhängsel).

Signature-Element: Schweizer Käufer-Präferenz als Verhandlungs-Asset

Schweizer Industriekonzerne haben bei Carve-outs typisch eine starke Präferenz für Schweizer Käufer – aus Gründen der politischen Wahrnehmung (Erhalt von Schweizer Arbeitsplätzen), der einfacheren rechtlichen Strukturierung (kein internationaler Steuer-Workout) und der kulturellen Kompatibilität mit dem übernommenen Personal.

Tactical Management ist als Schweizer AG strukturiert (Sitze München, Wien, Baar). Diese Schweizer Präsenz war im konkreten Fall ein materieller Verhandlungs-Vorteil: Wir wurden bevorzugt eingeladen, hatten Zugang zu Insider-Informationen über die Verkäufer-Präferenzen und konnten Bedingungen durchsetzen, die ausländischen Bietern nicht offenstanden.

Die Schweizer Holding-Struktur ermöglicht auch die rechtssichere Übernahme von Schweizer Arbeitsverhältnissen ohne komplexe grenzüberschreitende Konstrukte – ein wesentlicher Vorteil bei Service-Geschäft, dessen Wert vollständig im Personal liegt.

Transaktionsdetails

Jahr des Exits

2023

Geographie

Schweiz (Deutschschweiz)

Sektor

Industrieservice (Wartung, Inspektion, technische Dienstleistung)

Mandatstyp

Non-Core-Carve-out aus Industriekonzern

Timeline

12 Wochen (LOI bis Closing)

Outcome

Stand-Alone-Betrieb, Erhalt aller Schweizer Standorte

Kennzahlen

CHF 32M

Umsatz übernommen

180

Mitarbeiter übernommen

12 Wochen

LOI bis Closing

Ablauf

Von der Sondierung zum Closing

01

Sondierung & Schweizer-Käufer-Vorzug

Schweizer Industriekonzerne präferieren Schweizer Käufer bei Carve-outs aus Gründen der Standorterhaltung und einfacheren rechtlichen Strukturierung. Tactical als Schweizer AG strukturiert.

02

Indikatives Angebot & Pro-Forma

Bewertung auf Basis Pro-Forma-Stand-Alone-Earnings nach Eliminierung der Konzern-Management-Fee (~CHF 1,2M jährlich).

03

Due Diligence

Kommerziell, finanziell, rechtlich, technisch. Schwerpunkt: Übergang aller Kundenrahmenverträge, Mietverträge der vier Werkstätten und 180 Servicetechniker-Arbeitsverhältnisse.

04

Schweizer Holding-Strukturierung

Gründung neuer Schweizer AG als Closing-Vehikel. Kapitalisierung, Schweizer Geschäftsführung, Bankenfinanzierung.

05

Asset-Deal-Closing

Übergang aller relevanten Verträge und Arbeitsverhältnisse zum Quartalsende für saubere buchhalterische Trennung.

06

6-Monats-TSA

Konzern-IT (ERP, Office), zentrale HR-Funktionen, Buchhaltung bis eigene Strukturen produktiv. Definierte Migrationsmeilensteine.

07

Stand-Alone-Betrieb

Friktionsfreie Übergabe an 180 Servicetechniker. Marge steigt um 300bp nach Eliminierung Konzern-Fee. Alle vier Standorte erhalten.

Ergebnisse

Jeder Workstream geliefert

KennzahlVor MandatErgebnis
Umsatz CHF 32M (innerhalb Konzern) CHF 34M (Jahr 1 nach Stand-Alone)
EBITDA-Marge ~9% ~12% (nach Eliminierung Konzern-Fee)
Headcount 180 180 (keine Reduzierung)
Standorte 4 in der Deutschschweiz 4 (alle erhalten)
TSA-Laufzeit 6 Monate (alles migriert)
Exit Konzern-Non-Core Stand-Alone-Industriedienstleister

Häufige Fragen

FAQ

Was unterscheidet einen Schweizer Carve-out von einem deutschen?

Drei Hauptunterschiede: (1) Schweizer Konzerne entscheiden schneller – Verkaufsbeschluss bis Closing typisch 3–6 Monate, in Deutschland 6–12 Monate. (2) Die Schweizer Käufer-Präferenz ist materiell – Schweizer Konzerne wählen häufig Schweizer Käufer auch bei höheren ausländischen Geboten. (3) Die Schweizer Arbeitsrechts-Praxis ist flexibler als die deutsche, was bei Carve-outs mit personalintensivem Geschäft (Service, Engineering, IT) Strukturierungs-Vorteile bringt.

Wie strukturiert Tactical einen Schweizer Carve-out?

Über eine Schweizer Holding-Gesellschaft (AG oder GmbH), die das Asset-Deal-Closing übernimmt. Die Holding wird vor Closing gegründet, kapitalisiert und mit der nötigen Schweizer Geschäftsführung ausgestattet. Schweizer Banken finanzieren typisch Schweizer Working-Capital-Linien zu besseren Konditionen, wenn das Closing-Vehikel eine Schweizer AG ist.

Welche Größenordnung von Schweizer Carve-outs übernimmt Tactical?

Typisch CHF 15–150M Umsatz und 80–500 Mitarbeiter. Schweizer Sondersituationen prüfen wir auch unterhalb dieser Schwelle, wenn die strategische Logik und die Stand-Alone-Fähigkeit gegeben sind.

Wie schnell ist ein Schweizer Carve-out in der Praxis machbar?

Im konkreten Fall 12 Wochen von LOI bis Closing. Realistischer Korridor: 10–16 Wochen, wenn die Verkäuferseite gut vorbereitet ist. Wesentliche Beschleuniger: ein klar definierter Asset-Perimeter, eine vorhandene Pro-Forma-Bilanz und eine kurze TSA mit klaren Migrationsmeilensteinen.

Erhält Tactical Schweizer Standorte und Mitarbeiter nach Carve-out?

Vertraglich ja. Im konkreten Fall: keine Standortschließung über 3 Jahre, keine betriebsbedingten Kündigungen über 2 Jahre, Erhalt der Vorsorge-Regelungen. Diese Zusagen sind Vertragsbestandteil des Erwerbs.

Welche Konzern-Funktionen werden typisch über eine TSA weiterbezogen?

Typisch IT (ERP, Office-Tools), zentrale HR-Funktionen (Lohnabrechnung in den ersten Monaten), Konzern-Buchhaltung (bis eigene Buchhaltung produktiv ist) und Konzern-Einkauf (für strategische Lieferanten, bis eigene Verträge aufgesetzt sind). TSAs laufen typisch 3–18 Monate.

Illustrative Tactical-Beispieltransaktion auf Basis typischer DACH-Mittelstand-Distress-Muster. Kennzahlen, Größenklassen und Zeitlinien entsprechen marktüblichen Werten; eine Identifikation mit einer konkreten Transaktion ist nicht beabsichtigt. Verfasst zur Veranschaulichung der Tactical-Methode.

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