Die Verfahrensarchitektur, in der wir agieren
Vorinsolvenzliche Restrukturierung über das StaRUG: Wir treten regelmäßig als Plan-tragender Erwerber in StaRUG-Verfahren ein. Vorpositionierung erfolgt typisch in der Phase zwischen Restrukturierungsanzeige und Plan-Vorlage. Wir adressieren Restrukturierungsbeauftragte und Schuldnerführung direkt.
Eigenverwaltung nach §§ 270 ff. InsO und Schutzschirmverfahren nach §270b InsO: Wir prüfen Beteiligungen aus Eigenverwaltung in der Phase, in der das Sanierungskonzept noch offen ist. Closing-Strukturen typisch als übertragende Sanierung (Asset Deal aus der insolventen Trägergesellschaft).
Regelinsolvenz: Wir treten als Bieter auf, wenn die Substanz herauslösbar und der Verfahrenspfad strukturiert ist. Vorpositionierung erfolgt typisch über den Insolvenzverwalter; Bewertung typisch auf Asset-Basis mit klar definierter Mitarbeiterübernahme nach §613a BGB.
Außergerichtliche Distressed M&A-Situationen: Liquiditätskrise ohne formellen Verfahrensrahmen, mit Hausbanken und Kreditversicherern als Co-Verhandler. Hier ist Geschwindigkeit der zentrale Wert; eine schriftliche Erst-Einschätzung in 72 Stunden ist regelmäßig der Unterschied zwischen Anschluss und Verlust des Mandats.
Die Marktlage 2026
Q1 2026 brachte in Deutschland 4.573 Unternehmensinsolvenzen – oberhalb der Quartalsspitzen der Finanzkrise 2008/2009 (Statistisches Bundesamt). Die Märzzahlen lagen 71 Prozent über dem Durchschnittsmonat des Zeitraums 2016 bis 2019. Vollumfänglich für 2026 prognostizieren Allianz Trade, Creditreform und IWH zwischen 23.000 und 25.000 Unternehmensinsolvenzen.
Die Konsequenz für Distressed Investoren: das Angebot an Akquisitionszielen wird 2026 und 2027 strukturell wachsen. Die Bieterkonkurrenz unter strategischen Erwerbern bleibt strukturell begrenzt, weil Distressed-Erwerbe operative Kompetenz erfordern, die viele Finanzinvestoren nicht intern halten. Diese Asymmetrie zwischen Angebot und qualifizierter Nachfrage erzeugt strukturell günstige Einstiegsbewertungen.
Was 2026 von 2009 unterscheidet: die Liquiditätskrise trifft Unternehmen mit substanziell höheren Anforderungen an Compliance, Cybersecurity, ESG-Berichtspflichten und KRITIS-Regulierung. Ein Distressed Käufer, der diese Compliance-Schichten beherrscht, kauft strukturell unter Wert.
Was 'vorpositioniert' konkret bedeutet
Capital lined up: Eigenkapital für typische Tickets ist verfügbar, nicht nur committed. Es gibt keine Fonds-Internal-Approval-Schleife, die zwischen Indikation und Closing eingeschoben werden muss.
NDA-Template bereit: Wir versenden binnen Stunden eine NDA, die mit den großen DACH-Sanierungsberatungen abgestimmt ist und Gerichtsstand Deutschland bzw. Schweiz wahlweise vorsieht.
Operating Leader identifiziert: Für jedes ernsthaft geprüfte Mandat haben wir zwei Operating Leader auf Abruf, die binnen 48 Stunden nach Signing vor Ort sein können.
Verfahrensjuristen abgestimmt: Wir arbeiten regelmäßig mit Sanierungs- und Insolvenzkanzleien (CMS, Schultze & Braun, Buchalik-Broemmekamp, GÖRG, White & Case) zusammen und können Mandate ohne Anwaltssuche-Phase prüfen.
