Tactical Management
Sondersituation einreichen Schriftliche Erst-Einschätzung in 72 Stunden. Vertraulich.
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Erwerbsanlass · Carve-out

Wir übernehmen nicht strategische Geschäftsbereiche.

Ein Geschäftsbereich kann operativ solide sein und dennoch nicht mehr in die Strategie eines Konzerns oder Finanzinvestors passen. Wir erwerben Tochtergesellschaften, Divisionen, Marken und Assets in Carve-out-Situationen – diskret, strukturiert und mit klarer Closing-Perspektive.

TSA-Disziplin · As-is fähig · Konzern- und PE-Ansprache

Ein Carve-out Investor erwirbt nicht-strategische Geschäftsbereiche, Tochtergesellschaften oder Divisionen aus Konzernen, Industrieholdings und Private-Equity-Portfolios – mit dem TSA-Disziplin-Anspruch, dass die ausgegliederte Einheit ab Closing eigenständig operiert. Tactical Management ist sektoragnostischer Carve-out Investor für DACH-Konzerne, Mittelstandsholdings und Finanzinvestoren in Portfolio-Bereinigung. §613a BGB-konforme Trennung, dokumentierte TSA-Architektur mit typisch 6 bis 18 Monaten Übergangsdienstleistungen, KRITIS- und NIS-2-Compliance bei kritischen Infrastrukturen, KRITIS-Dachgesetz-Vorprüfung im Sondierungsschritt. Sitze München (Karlsplatz 3), Wien (Graben 12) und Baar/Zug (Neuhofstrasse 3c). Schriftliche Erst-Einschätzung in 72 Stunden, indikatives Angebot in wenigen Werktagen, Closing typisch 8 bis 14 Wochen ab Indikation. Tactical-Eigenpositionierung: Eigenkapital aus Permanent-Capital-Mandat, mehrjährige Halteperspektive, sektoragnostische Auswahllogik. Verwandte Erwerbsanlässe: Spin-off, Divestiture, Special Situations. Adressaten: Konzern-M&A, Private Equity, Finanzierungspartner.

Carve-outs sind die handwerklich anspruchsvollste Klasse der Special Situations. Sie verbinden operative Fragen (welche Funktionen sind selbständig?), juristische Fragen (welche Verträge müssen separiert werden?), bilanzielle Fragen (welche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden übertragen?) und kommerzielle Fragen (welche Transitional Services Agreements bleiben). Wir kennen die Verfahrenslogik. Wir akzeptieren die Komplexität.

Warum Carve-outs ein Sondersituation sind

Ein Carve-out wird in dem Moment zur Sondersituation, in dem die Trennung der Geschäftseinheit vom Konzern nicht eine Standardabwicklung erlaubt. Die Gründe sind regelmäßig: gemeinsame IT-Infrastruktur, geteilte Lieferantenbeziehungen, übergreifende Compliance-Strukturen, Markenüberlappung, Pensionsverpflichtungen oder steuerliche Verbundabhängigkeiten.

Der reguläre M&A-Prozess scheitert in diesen Konstellationen, weil Standard-Bieter die Komplexität nicht abbilden oder die Übernahmevorbereitung nicht leisten können. Der spezialisierte Carve-out-Käufer übernimmt diese Komplexität – und positioniert sich vertraglich so, dass die Trennung nach Closing tatsächlich umsetzbar ist.

TSA-Disziplin: wo der Wert in Carve-outs entsteht

Transitional Services Agreements (TSA) sind der zentrale wertbestimmende Verhandlungsgegenstand jedes Carve-outs. Sie regeln, welche Services der Verkäufer für welchen Zeitraum zu welchen Konditionen für die ausgegliederte Einheit weiterführt – typisch IT, Finance, HR, Logistik, Einkauf, ggf. Vertrieb in bestimmten Märkten.

Carve-outs in DACH 2026 sind regelmäßig in TSA-Konditionen mispriced. Konzernverkäufer kalkulieren transitorische Services auf Vollkostenbasis und kalkulieren Risiken aus. Der erfahrene Käufer adressiert das in zwei Schritten: TSA-Konditionen werden auf Marktbasis verhandelt; die anschließende Standalone-Kostenstruktur wird in die Acquisition-Multiple bewertet, nicht erst nach Closing entdeckt.

Eine weitere Disziplin: die unter-investierte Carve-out-Einheit. Konzerne investieren oft drei bis fünf Jahre vor einem Verkauf nicht mehr in die zu trennende Einheit. Die Folge: EBITDA wirkt aktuell schwach, Substanz bleibt. Der Carve-out-Käufer mit langfristigem Kapital kann die Catch-up-Investitionen tragen und genau dort Wert schaffen, wo Standardbieter passen müssen.

Welche Transaktionsstrukturen wir abbilden

Share Deal: Die rechtliche Hülle (Tochtergesellschaft) wechselt den Eigentümer. Sauberer Übergang von Verträgen, Mitarbeitern und Lizenzen. Voraussetzung: die Einheit ist bereits rechtlich verselbständigt oder kann es im Verkaufszeitfenster werden.

Asset Deal: Ausgewählte Vermögenswerte und ausgewählte Verbindlichkeiten werden in eine Erwerbsgesellschaft übertragen. Mitarbeiterübergang nach §613a BGB; einzelne Verträge mit Change-of-Control-Klauseln benötigen Kundenmitwirkung.

Hybridstruktur: Bestimmte Assets als Share Deal (zum Beispiel eine separate operative GmbH innerhalb des Konzerns), ergänzende Assets als Asset Deal. Häufig bei Multi-Country-Carve-outs mit lokalen Tochtergesellschaften.

Joint-Venture-Struktur als Übergang: Der Verkäufer behält zunächst eine Minderheit, der Käufer übernimmt die Mehrheit und die operative Kontrolle. Sinnvoll, wenn Kunden- oder Markenbindungen während der Übergangsphase noch beim Verkäufer liegen.

Investmentkriterien

Was wir erwerben

Trennbarkeit

Die Einheit muss vertraglich, operativ und bilanziell vom Konzern trennbar sein. Wir akzeptieren Komplexität – aber nicht strukturelle Untrennbarkeit.

Operative Substanz

Eigene Kunden, eigene Marke (oder klar lizenzierbare Markennutzung), eigenes Produkt oder Service, eigenes Schlüsselpersonal. Marketing- oder Vertriebs-only-Einheiten ohne eigene Wertschöpfung prüfen wir nicht.

Verkäufermandatierung

Konzernvorstand bzw. PE-Investor hat den Verkauf intern mandatiert. Eine seriös strukturierte Verkäuferseite ist die Voraussetzung für einen seriös strukturierten Erwerbsprozess.

Transaktionsfähigkeit

Was uns als Carve-out-Käufer transaktionsfähig macht

Wir können – wenn die konkrete Transaktion es zulässt – as-is erwerben, ohne Finanzierungsvorbehalt abschließen, auf umfassende Verkäufergarantien verzichten und vertraglich definierte Altlasten (Pensionsverpflichtungen, Umweltlasten, IT-Migrationskosten) übernehmen. Für Konzern- und PE-Verkäufer bedeutet das: ein vorhersehbares Closing-Profil und eine Risikozuordnung, die im Vertrag und nicht in nachgelagerten Verhandlungen geregelt wird.

Die Übernahme von Altlasten und as-is Erwerb dienen der operativen Weiterentwicklung der ausgegliederten Einheit. Wir kommunizieren von Day-One transparent gegenüber der Belegschaft. Standorte werden nicht als Verhandlungsmasse geführt – sie sind Teil des Investitionsplans.

Ablauf

Von der Sondierung zum Closing

01

Sondierung

Kontakt durch M&A-, Strategie- oder CFO-Funktion des Konzerns bzw. PE-Investors. NDA innerhalb von 24 Stunden. Beschreibung der zu trennenden Einheit.

02

Schriftliche Ersteinschätzung

72 Stunden. Indikative Bewertungsspanne, Vorschlag zur Transaktionsstruktur (Share / Asset / Hybrid), TSA-Eckpunkte.

03

Carve-out-Roadmap und indikatives Angebot

Detaillierte Trennungsroadmap mit Workstreams für IT, HR, Finance, Legal, Operations. Indikatives Angebot mit klarer Risikozuordnung.

04

Due Diligence und Closing

Strukturierte Due Diligence mit Konzern- bzw. PE-Verkäufer-Datenraum. TSA-Verhandlung parallel. Closing typisch 8–16 Wochen nach Indikation.

05

Day-One und Integrationsphase

Operative Übernahme der ausgegliederten Einheit. TSA-Migration über 12–24 Monate. Aufbau eigenständiger Funktionen für IT, Finance, HR und Beschaffung.

Häufige Fragen

FAQ

Was ist ein Carve-out Investor?

Ein Carve-out Investor erwirbt nicht strategische Geschäftsbereiche, Tochtergesellschaften, Marken oder Assets aus größeren Verbünden – typisch Konzernen, Holdings oder Private-Equity-Portfolios. Der Carve-out Investor bringt zwei spezifische Fähigkeiten mit: die Beherrschung der Trennungskomplexität und die Bereitschaft zum Aufbau eigenständiger Funktionen nach Übernahme.

Welche Carve-out-Größen erwirbt Tactical Management?

Typische Carve-out-Tickets: 10 bis 250 Millionen Euro Umsatz der zu trennenden Einheit. Kleinere Mandate prüfen wir, wenn die strukturelle Sondersituation hervorragend ist (zum Beispiel ein abgrenzbarer Geschäftsbereich mit eigenständiger Marke und definiertem Kundenkreis). Größere Mandate prüfen wir bei klarer Transaktionsstruktur und vertraglich abbildbarer Risikozuordnung.

Was ist ein TSA und warum ist es wichtig?

Transitional Services Agreement: vertraglich geregelte Weiterführung von Services des Verkäufers (IT, Finance, HR, Logistik etc.) für die ausgegliederte Einheit für eine Übergangszeit. TSA-Konditionen sind in DACH-Carve-outs regelmäßig der zentrale verhandlungstreibende Wertgegenstand. Tactical Management adressiert TSA-Eckpunkte bereits in der Ersteinschätzung – nicht erst im finalen Vertrag.

Erwirbt Tactical Management Carve-outs aus regulierten Sektoren?

Ja, sofern die regulatorische Genehmigungsstruktur transaktionsbegleitend abbildbar ist. KRITIS-relevante Einheiten (Energie, Wasser, IT-Infrastruktur, Telekommunikation, Gesundheit) prüfen wir mit eingebauter Compliance-Schicht. FDI-Screening, ITAR und Defense-Genehmigungen werden in der Strukturierung explizit adressiert.

Welche Branchen sind für Tactical Management interessante Carve-out-Käufer?

Sektoragnostisch. Industrielle Produktion, Software, Industrial Tech, Cybersecurity, Datenplattformen, B2B-Services, Healthcare, Infrastruktur, Marken und Consumer-Tochtergesellschaften kommen alle in Frage. Branchenausschluss erfolgt nur risikobezogen (kein KO durch Branche, sondern durch Rechts-, Compliance- oder Strukturrisiken).

Wie lange dauert ein typischer Carve-out bis Closing?

Ab schriftlicher Ersteinschätzung typisch 12 bis 20 Wochen bis Closing, abhängig von der Trennungskomplexität, regulatorischen Genehmigungspflichten und TSA-Verhandlung. Day-One folgt unmittelbar; die vollständige Migration aus TSA-Strukturen läuft typisch über 12 bis 24 Monate.

Wie unterscheidet sich Tactical Management von Big-4-Carve-out-Beratern?

Big 4 (KPMG, Deloitte, PwC, EY) sind Berater, nicht Käufer. Sie unterstützen Verkäufer- oder Käuferseite mit Carve-out-Methodik, übernehmen aber selbst keine Beteiligung. Tactical Management ist Käufer – wir tragen die Verantwortung nach Closing. Wir arbeiten regelmäßig mit Big-4-Carve-out-Teams auf Verkäuferseite konstruktiv zusammen.

Eine Aktion

Konzern- oder PE-Carve-out auf der Agenda?

Wir besprechen die Trennungslogik bereits in der ersten Sondierung. 72-Stunden-Erstprüfung. Closing-Sicherheit als Verkäufernutzen.

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