Warum klassische PE für Schweizer Nachfolge der falsche Pfad ist
Klassische Fonds-Private-Equity arbeitet mit Fünf-Jahres-Haltedauer und hoher Fremdfinanzierung. Nach fünf Jahren wird das Unternehmen weiterverkauft, typisch an einen grösseren strategischen Käufer oder einen Sekundär-PE. Der ursprüngliche Verkäufer hat keine Kontrolle mehr über den Weiterweg.
Für Schweizer Familienunternehmen ist diese Logik strukturell unpassend. Wer sein Lebenswerk übergibt, sucht keine Zwischenstation, sondern einen verantwortungsvollen Nachfolger. Standort, Belegschaft, Markenidentität und Kundenbeziehungen sind das, was bleiben soll — nicht die Maximierung des Exit-Multiples in Jahr fünf.
Tactical Management arbeitet Permanent-Capital-orientiert. Wir halten Beteiligungen mehrjährig bis dauerhaft. Es gibt keinen Fonds-Lebenszyklus-Druck, keine Refinanzierungsspirale, keine Verkaufsverhandlung in Jahr fünf. Für Schweizer Familienverkäufer ist das strukturell der bessere Pfad.
Was Schweizer Nachfolge spezifisch macht
Verwaltungsrat als kollektives Verkaufsorgan: anders als in Deutschland trägt der Schweizer Verwaltungsrat die Verkaufsentscheidung kollektiv. Wir adressieren VR-Präsident und CEO gemeinsam.
BVG-Pensionskasse: das schweizerische Pensionssystem ist anders strukturiert als in Deutschland. Übernahme einer BVG-Vorsorgeeinrichtung bei einem Anteilskauf braucht spezifische Strukturierung. Wir arbeiten mit Schweizer Pensionskassen-Spezialisten von Beginn an.
Mehrsprachige Belegschaft: Schweizer KMU haben häufig Mitarbeiter in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin. Day-One-Kommunikation wird zweisprachig oder dreisprachig abgestimmt.
Mehrgenerationen-Familienstrukturen: viele Schweizer KMU sind über Stiftungen oder Familien-Pool-Modelle gehalten. Strukturierung des Anteilskaufs erfordert spezifische Sorgfalt — wir arbeiten mit Stiftungsrechtspraxen (typisch in Zürich oder Basel).
Was wir vertraglich anbieten
Standortzusagen: vertragliche Festschreibung des Hauptstandorts in der Schweiz für definierten Zeitraum (typisch 5 bis 10 Jahre). Verlagerungen ins Ausland werden im Aktienkaufvertrag ausgeschlossen oder unter klare Bedingungen gestellt.
Belegschaftszusagen: konkrete Zusagen zur Belegschaftsentwicklung in der Schweiz. Tactical-Doktrin: Fortführung der Schweizer Mitarbeiter im Rahmen operativer Tragbarkeit.
BVG-Übergang: Übernahme oder Anschluss der Vorsorgeeinrichtung wird strukturiert. Schweizer Pensionskassen-Spezialisten begleiten von Beginn an.
Senior-Advisor-Konstellation: bisheriger Eigentümer kann nach Closing als Senior Advisor oder Beirat über 12–36 Monate begleiten. Häufig sinnvolle Übergangskonstellation für Schweizer Familienunternehmen mit langer Inhaberbindung.
Earn-Out in CHF: Anteil am Erfolg der ersten Jahre nach Closing in Schweizer Franken, falls die Strukturierung es zulässt.
