Begriff
Legacy Liabilities umfassen Pensionsverpflichtungen, Umweltlasten, Produkthaftungsansprüche, Garantiesonderlagen, Steuer- und Compliance-Risiken sowie vertragsverbundene Sonderlagen (Mietverträge, Leasing, IP-Altlasten). In Carve-out- und Distressed-Transaktionen sind sie häufig der zentrale Verhandlungspunkt.
Vertragliche Behandlung
Specific Indemnity: Verkäufer behält definierte Altlast zurück, Käufer wird im Eintrittsfall freigestellt.
Reps & Warranties Insurance (R&W): Versicherungslösung deckt definierte Risiken; Käufer übernimmt die Liability, hat aber Versicherungsschutz.
Treuhand/Escrow: Anteil des Kaufpreises wird treuhänderisch zurückgehalten und über Risikoperioden hinweg freigegeben.
Vollständige Käuferübernahme: Liability vollständig im Kaufpreis abgebildet. Sinnvoll, wenn der Käufer operative Lösungskompetenz hat und der Verkäufer Closing-Sicherheit höher gewichtet.
Earn-Out mit Liability-Anpassung: Zukünftiger Earn-Out wird um realisierte Altlastenkosten gekürzt.
Tactical-Management-Doktrin
Wir übernehmen Legacy Liabilities als vertragliche Komponente einer Akquisition mit operativer Entwicklungslogik – nicht als eigenständiges Geschäftsmodell der Substanzverwertung. Die Übernahme dient der Stabilisierung des erworbenen Unternehmens, nicht dessen Verwertung. Diese Abgrenzung ist im Day-One-Kommunikationspaket gegenüber Belegschaft und Schlüsselkunden dokumentiert.
Verwandte Seiten: Legacy Liabilities Investor (Erwerbsanlass) · Carve-out Investor · Distressed Investor
