Der klassische Unternehmensverkauf-Prozess (9–18 Monate)
Phase 1 — Vorbereitung (1–3 Monate): Mandatierung M&A-Berater, Vendor Due Diligence (häufig durch eine Big-4), Erstellung des Information Memorandums, Aufbau der Long List potenzieller Käufer.
Phase 2 — Marktansprache (2–4 Monate): NDAs mit interessierten Bietern, Versand des IM, Management Presentations, indikative Angebote aus der Long List, Konsolidierung auf eine Short List.
Phase 3 — Due Diligence (2–4 Monate): Data Room, Q&A-Phase, Site Visits, Expert Calls, finale Angebote.
Phase 4 — Verhandlung und Closing (2–6 Monate): SPA-Verhandlung, Garantien und Freistellungen, regulatorische Freigaben, ggf. Kartellfreigabe, Closing-Bedingungen, Übergabe.
Der Direktverkauf-Prozess (6–12 Wochen ab indikativem Angebot)
Phase 1 — Vertrauliche Sondierung (1–3 Werktage): Anruf, E-Mail oder einseitige Situationsbeschreibung an Tactical. NDA auf Wunsch vor jedem weiteren Schritt.
Phase 2 — Schriftliche Erst-Einschätzung (innerhalb 72 Stunden): Bewertung der Substanz, Einordnung der Strukturmöglichkeiten, Indikation zur weiteren Aufnahme.
Phase 3 — Indikatives Angebot (wenige Werktage): Bewertungsspanne, Strukturvorschlag, Bedingungen für Vor-Due-Diligence.
Phase 4 — Due Diligence und Closing (6–12 Wochen): Strukturierte Verfahrensführung, je nach Komplexität.
Wann ist der Direktverkauf der bessere Weg?
Zeitdruck — Nachfolge-Krise, Liquiditätsengpass, Schutzschirmverfahren mit definiertem Fenster.
Vertraulichkeit — Kein Information Memorandum, das durch 30 potenzielle Bieter zirkuliert.
Komplexität — Eine Sondersituation, die ein regulärer Bieterprozess strukturell überfordert.
Verlässlichkeit — Ein Käufer ohne Finanzierungsvorbehalt, der nicht im fünften Monat das Investmentkomitee verliert.
Direkter Entscheidungsweg — Ein Founding-Partner-Gespräch statt einer Kette aus Analyst, Associate, VP, Partner, Investmentkomitee.
