Warum der Asset Deal in der Insolvenz dominiert
In der Insolvenz ist der Wert der Anteile des Schuldner-Unternehmens regelmäßig wirtschaftlich null oder negativ — die Verbindlichkeiten übersteigen die Aktiva. Ein Share Deal wäre wertlos. Der Asset Deal erlaubt es, gezielt die werthaltigen Vermögensgegenstände zu übertragen, ohne die Verbindlichkeiten mitzunehmen.
Der Asset Deal trennt Substanz von Struktur: Substanz wird fortgeführt, Struktur wird saniert. Das ist der Kern der übertragenden Sanierung.
Was wird beim Asset Deal übertragen?
Sachanlagen (Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Grundstücke), Vorräte, immaterielle Vermögensgegenstände (Marken, Patente, Lizenzen, Domains), Kundenverträge (häufig mit Zustimmungsvorbehalt des Vertragspartners), Lieferverträge, ggf. Mietverhältnisse — und über §613a BGB die bestehenden Arbeitsverhältnisse.
Der Asset-Perimeter ist verhandelbar. Es können auch nur Teilbereiche übernommen werden — eine Produktionsstätte, eine Marke, ein Vertragsbestand. Diese Cherry-Picking-Möglichkeit ist eine der zentralen Stärken des Asset Deals.
Wie Tactical Management Asset Deals strukturiert
Wir sind kein M&A-Berater. Wir sind der Käufer. Das verkürzt jede Asset-Deal-Verhandlung erheblich: ein indikatives Angebot vom Käufer selbst, kein zwischengeschaltetes Bieter-Management, keine Kette von Investmentkomitees, keine Finanzierungsvorbehalte.
Wir können — abhängig von Struktur und Substanz — as-is erwerben, auf umfassende Verkäufergarantien verzichten (was im Insolvenzverfahren ohnehin selten möglich ist) und vertraglich definierte Legacy Liabilities übernehmen, wenn dies die Going-Concern-Logik stützt.
