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Carve-out & Abspaltung

Carve-out: sauber trennen, schnell eigenständig, sicher übergeben.

Wir begleiten die Herauslösung von Geschäftsbereichen aus Konzernen, Gruppen und Familienunternehmen, von der Entscheidung bis zum eigenständigen Betrieb. Und wenn sich kein passender Käufer findet, übernehmen wir den Bereich selbst, auch mit Verlusten und ungeklärtem Stand-alone-Setup.

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Kurz gesagt

Ein Carve-out ist die Herauslösung eines Geschäftsbereichs, Standorts oder einer Tochtergesellschaft aus einem Unternehmen oder Konzern, um ihn zu verkaufen, eigenständig fortzuführen oder mit einem Partner weiterzuentwickeln. Tactical begleitet Carve-outs auf Verkäuferseite von der Entscheidung bis zum Day 1: Readiness-Check, Carve-out Financials, Separierung, TSA und Käuferprozess. Auf Wunsch übernimmt Tactical den Bereich selbst als Käufer, mit eigenem Kapital und eigenem Team für den Stand-alone-Aufbau.

Konzerne und Unternehmensgruppen konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft. Für die abzugebenden Bereiche fehlen oft Käufer, die mit Verlusten, Verflechtungen und einem ungeklärten Stand-alone-Aufbau umgehen können. Dann bleibt der Bereich jahrelang im Portfolio, bindet Management und Kapital, oder er wird geschlossen.

Wir bieten einen dritten Weg: eine professionelle Separierung mit einem Partner, der die Komplexität nicht scheut, weil er sie selbst beherrscht. Nach einer Befragung von KPMG aus dem März 2026 prüfen oder verfolgen 71 Prozent der Private-Equity-Investoren weltweit Carve-outs. Der Markt ist da, entscheidend ist die Vorbereitung.

Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner

Typische Situationen

Typische Carve-out-Situationen.

  • Ein Standort oder eine Sparte passt nicht mehr zur Konzernstrategie.
  • Ein Bereich schreibt Verluste und bindet Managementkapazität.
  • Der Konzern braucht Kapital oder will seine Bilanz entlasten.
  • Nach einer Übernahme sollen nicht strategische Teile wieder abgegeben werden.
  • Ein Konzernteil soll in der Krise schnell und reputationsschonend verkauft werden.
  • Ein Familienunternehmen trennt Geschäftsfelder, um die Nachfolge zu vereinfachen.

Was wir konkret tun

Was wir im Carve-out liefern.

Carve-out-Readiness-Check

In zwei bis vier Wochen: Abgrenzung des Perimeters nach Gesellschaften, Standorten, Kunden, Produkten, Mitarbeitern und Anlagen. Analyse der Verflechtungen in IT, Einkauf, Vertrieb, Finanzen, Personal und Verträgen.

Carve-out Financials

GuV, Bilanz und Cashflow der Einheit, als wäre sie eigenständig, mit transparenter Bereinigung von Konzernumlagen und Verrechnungspreisen. Ohne diese Zahlen gibt es keinen belastbaren Kaufpreis.

Stand-alone-Kosten und Dis-Synergien

Was kostet die Einheit ohne Konzernfunktionen, und welche Stranded Costs bleiben im Restkonzern zurück.

Separation Blueprint

Zielbild der eigenständigen Einheit mit Organisation, Prozessen, Systemen, rechtlicher Struktur und Zeitplan bis Day 1 und bis zum Ende der Übergangsleistungen.

TSA und LTSA

Transitional Service Agreements für die Übergangszeit, typischerweise 6 bis 18 Monate, und langfristige Service-Verträge. Mit Leistungsbeschreibung, Service Levels, Preisen und Exit-Plan.

Day-1-Readiness

Konten, Zahlungsverkehr, Lohnabrechnung, IT-Zugänge, Versicherungen, Genehmigungen, Kunden- und Lieferantenkommunikation ab dem ersten Tag.

Käufersuche und Prozessführung

Strategische Käufer, Finanzinvestoren oder Management. Tritt Tactical selbst als Bieter auf, wird der Prozess unabhängig geführt.

Tactical als Käufer

Übernahme der Einheit mit eigenem Kapital, Stand-alone-Aufbau durch unser Team, Interim-Geschäftsführung in der Übergangsphase.

IT-Separierung

Trennung von ERP, Netzwerk, Lizenzen und Daten. Oft der größte Zeittreiber, deshalb von Beginn an mitgeplant. Siehe Digitalisierung & KI.

Zwei Perspektiven, ein Partner

Verkäuferseite und Käuferseite.

Verkäuferseite (Konzern, Gruppe)Käuferseite (Tactical als Erwerber)
ZielWert realisieren, Risiken und Kosten des Restkonzerns begrenzen, Reputation schützenTragfähige, eigenständige Einheit mit klarer Zukunft
Unsere RolleReadiness, Separierung, Carve-out Financials, Käufersuche, ProzessführungKäufer, Kapitalgeber, Stand-alone-Aufbau, Interim-Führung
ErgebnisVerkauf zu belastbaren Bedingungen oder Übergabe an TacticalFortführung mit Management und Belegschaft

Referenzen

Zwei Carve-outs aus unserer Praxis.

Spezialmaschinenbau aus einem DAX-Konzern: 47 Mio. Euro Umsatz, 290 Mitarbeiter, eigenständig in neun Monaten, ohne Standortverlust.

Industrieservice aus einem Schweizer Industriekonzern: CHF 32 Mio. Umsatz erhalten in zwölf Wochen, Non-Core-Spin-off mit sechsmonatigem TSA.

Ablauf

Fünf Phasen bis zur Eigenständigkeit.

Woche 1 bis 4

Entscheidung

Readiness-Check, Perimeter und Optionen: halten, sanieren, verkaufen oder schließen.

Monat 1 bis 3

Vorbereitung

Carve-out Financials, Stand-alone-Konzept, Separation Blueprint, TSA-Katalog.

Monat 2 bis 6

Transaktion und Day 1

Käuferansprache oder direkte Verhandlung mit Tactical, Signing, rechtliche Trennung zum Closing.

6 bis 18 Monate

Übergang

TSA-Abbau, eigene Funktionen, Stabilisierung und Neuausrichtung.

Mehr als Beratung

Wir beraten beim Carve-out. Und wir können selbst kaufen.

Viele Carve-outs scheitern an der Käuferfrage. Wir können selbst kaufen, auch bei Verlusten und ungeklärtem Stand-alone-Setup, mit eigener Kapitalentscheidung und einer schriftlichen Ersteinschätzung innerhalb von 72 Stunden. Für den Verkäufer bedeutet das Fortführung statt Schließung, geordnete Kommunikation mit Belegschaft und Öffentlichkeit und einen Käufer, der Finanzen, Einkauf, IT und Führung der neuen Einheit selbst aufbaut. Auch im StaRUG, in der Eigenverwaltung oder aus der Insolvenz eines Konzernteils. Mehr dazu unter Carve-out Investor und Für Konzerne.

Häufige Fragen

Häufige Fragen.

Was ist ein Carve-out?

Ein Carve-out ist die Abtrennung eines Unternehmensteils, etwa einer Sparte, eines Standorts oder einer Tochtergesellschaft, aus einem bestehenden Unternehmen. Die Einheit wird anschließend verkauft, eigenständig fortgeführt oder mit einem Partner weiterentwickelt. Anders als beim Verkauf einer bereits eigenständigen Tochter muss die Einheit beim Carve-out erst aus den gemeinsamen Strukturen herausgelöst werden.

Was ist ein Transitional Service Agreement (TSA)?

Ein TSA ist ein Vertrag, in dem der Verkäufer der abgetrennten Einheit für eine Übergangszeit weiterhin Leistungen erbringt, zum Beispiel IT, Lohnabrechnung, Buchhaltung, Einkauf oder Logistik. Typisch sind 6 bis 18 Monate. Ein gutes TSA regelt Leistungsumfang, Service Levels, Preise, Verlängerungsoptionen und den Exit-Plan.

Wie lange dauert ein Carve-out?

Für mittelständische Einheiten vergehen von der Entscheidung bis zum Closing häufig vier bis neun Monate. Die operative Trennung einschließlich Abbau der Übergangsleistungen dauert oft weitere 6 bis 18 Monate. Größter Zeittreiber ist meist die IT, gefolgt von Verträgen, die auf den Konzern laufen.

Was passiert mit den Mitarbeitern bei einem Carve-out?

Wird der Bereich als Betrieb oder Betriebsteil übertragen, gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB mit allen Rechten und Pflichten auf den Erwerber über. Die Mitarbeiter müssen vorher in Textform unterrichtet werden und können innerhalb eines Monats widersprechen. Wird eine Gesellschaft als Ganzes verkauft, bleiben die Arbeitsverhältnisse ohnehin bestehen. Der Betriebsrat ist frühzeitig einzubinden.

Welche Struktur ist sinnvoll: Asset Deal, Share Deal oder Abspaltung?

Beim Asset Deal kauft der Erwerber einzelne Vermögensgegenstände, Verträge und Mitarbeiter. Das ist flexibel, erfordert aber die Übertragung jedes Vertrags. Beim Share Deal wird der Bereich zuvor in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert oder nach dem Umwandlungsgesetz abgespalten, dann werden die Anteile verkauft. Die Wahl hängt von Steuern, Genehmigungen, Verträgen, Haftung und Zeitplan ab und wird mit Rechts- und Steuerberatern festgelegt.

Übernimmt Tactical auch verlustbringende Konzernteile?

Ja, wenn die Einheit operative Substanz hat und ein realistischer Weg zu positiven Ergebnissen besteht. Verlustbringende Carve-outs sind unser Kernfeld, weil wir Sanierung und Stand-alone-Aufbau selbst leisten. Eine Übernahme durch Tactical ist für den Verkäufer oft wirtschaftlich und reputativ besser als eine Schließung mit Sozialplan.

Wie vermeidet Tactical Interessenkonflikte, wenn Tactical berät und bietet?

Sobald Tactical als Bieter in Betracht kommt, legen wir das offen und trennen die Rollen. Die Prozessführung übernimmt dann eine unabhängige Partei, der Verkäufer kann jederzeit andere Käufer ansprechen.

Vertrauliches Erstgespräch

Sprechen wir, bevor die Optionen weniger werden.

Drei Zeilen genügen. Der Gründungspartner meldet sich persönlich, vertraulich und mit einer konkreten Einordnung.