Carve-out-Readiness-Check
In zwei bis vier Wochen: Abgrenzung des Perimeters nach Gesellschaften, Standorten, Kunden, Produkten, Mitarbeitern und Anlagen. Analyse der Verflechtungen in IT, Einkauf, Vertrieb, Finanzen, Personal und Verträgen.
Carve-out & Abspaltung
Wir begleiten die Herauslösung von Geschäftsbereichen aus Konzernen, Gruppen und Familienunternehmen, von der Entscheidung bis zum eigenständigen Betrieb. Und wenn sich kein passender Käufer findet, übernehmen wir den Bereich selbst, auch mit Verlusten und ungeklärtem Stand-alone-Setup.
Kurz gesagt
Ein Carve-out ist die Herauslösung eines Geschäftsbereichs, Standorts oder einer Tochtergesellschaft aus einem Unternehmen oder Konzern, um ihn zu verkaufen, eigenständig fortzuführen oder mit einem Partner weiterzuentwickeln. Tactical begleitet Carve-outs auf Verkäuferseite von der Entscheidung bis zum Day 1: Readiness-Check, Carve-out Financials, Separierung, TSA und Käuferprozess. Auf Wunsch übernimmt Tactical den Bereich selbst als Käufer, mit eigenem Kapital und eigenem Team für den Stand-alone-Aufbau.
Konzerne und Unternehmensgruppen konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft. Für die abzugebenden Bereiche fehlen oft Käufer, die mit Verlusten, Verflechtungen und einem ungeklärten Stand-alone-Aufbau umgehen können. Dann bleibt der Bereich jahrelang im Portfolio, bindet Management und Kapital, oder er wird geschlossen.
Wir bieten einen dritten Weg: eine professionelle Separierung mit einem Partner, der die Komplexität nicht scheut, weil er sie selbst beherrscht. Nach einer Befragung von KPMG aus dem März 2026 prüfen oder verfolgen 71 Prozent der Private-Equity-Investoren weltweit Carve-outs. Der Markt ist da, entscheidend ist die Vorbereitung.
Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner
Typische Situationen
Was wir konkret tun
In zwei bis vier Wochen: Abgrenzung des Perimeters nach Gesellschaften, Standorten, Kunden, Produkten, Mitarbeitern und Anlagen. Analyse der Verflechtungen in IT, Einkauf, Vertrieb, Finanzen, Personal und Verträgen.
GuV, Bilanz und Cashflow der Einheit, als wäre sie eigenständig, mit transparenter Bereinigung von Konzernumlagen und Verrechnungspreisen. Ohne diese Zahlen gibt es keinen belastbaren Kaufpreis.
Was kostet die Einheit ohne Konzernfunktionen, und welche Stranded Costs bleiben im Restkonzern zurück.
Zielbild der eigenständigen Einheit mit Organisation, Prozessen, Systemen, rechtlicher Struktur und Zeitplan bis Day 1 und bis zum Ende der Übergangsleistungen.
Transitional Service Agreements für die Übergangszeit, typischerweise 6 bis 18 Monate, und langfristige Service-Verträge. Mit Leistungsbeschreibung, Service Levels, Preisen und Exit-Plan.
Konten, Zahlungsverkehr, Lohnabrechnung, IT-Zugänge, Versicherungen, Genehmigungen, Kunden- und Lieferantenkommunikation ab dem ersten Tag.
Strategische Käufer, Finanzinvestoren oder Management. Tritt Tactical selbst als Bieter auf, wird der Prozess unabhängig geführt.
Übernahme der Einheit mit eigenem Kapital, Stand-alone-Aufbau durch unser Team, Interim-Geschäftsführung in der Übergangsphase.
Trennung von ERP, Netzwerk, Lizenzen und Daten. Oft der größte Zeittreiber, deshalb von Beginn an mitgeplant. Siehe Digitalisierung & KI.
Zwei Perspektiven, ein Partner
| Verkäuferseite (Konzern, Gruppe) | Käuferseite (Tactical als Erwerber) | |
|---|---|---|
| Ziel | Wert realisieren, Risiken und Kosten des Restkonzerns begrenzen, Reputation schützen | Tragfähige, eigenständige Einheit mit klarer Zukunft |
| Unsere Rolle | Readiness, Separierung, Carve-out Financials, Käufersuche, Prozessführung | Käufer, Kapitalgeber, Stand-alone-Aufbau, Interim-Führung |
| Ergebnis | Verkauf zu belastbaren Bedingungen oder Übergabe an Tactical | Fortführung mit Management und Belegschaft |
Referenzen
Spezialmaschinenbau aus einem DAX-Konzern: 47 Mio. Euro Umsatz, 290 Mitarbeiter, eigenständig in neun Monaten, ohne Standortverlust.
Industrieservice aus einem Schweizer Industriekonzern: CHF 32 Mio. Umsatz erhalten in zwölf Wochen, Non-Core-Spin-off mit sechsmonatigem TSA.
Ablauf
Readiness-Check, Perimeter und Optionen: halten, sanieren, verkaufen oder schließen.
Carve-out Financials, Stand-alone-Konzept, Separation Blueprint, TSA-Katalog.
Käuferansprache oder direkte Verhandlung mit Tactical, Signing, rechtliche Trennung zum Closing.
TSA-Abbau, eigene Funktionen, Stabilisierung und Neuausrichtung.
Mehr als Beratung
Viele Carve-outs scheitern an der Käuferfrage. Wir können selbst kaufen, auch bei Verlusten und ungeklärtem Stand-alone-Setup, mit eigener Kapitalentscheidung und einer schriftlichen Ersteinschätzung innerhalb von 72 Stunden. Für den Verkäufer bedeutet das Fortführung statt Schließung, geordnete Kommunikation mit Belegschaft und Öffentlichkeit und einen Käufer, der Finanzen, Einkauf, IT und Führung der neuen Einheit selbst aufbaut. Auch im StaRUG, in der Eigenverwaltung oder aus der Insolvenz eines Konzernteils. Mehr dazu unter Carve-out Investor und Für Konzerne.
Häufige Fragen
Ein Carve-out ist die Abtrennung eines Unternehmensteils, etwa einer Sparte, eines Standorts oder einer Tochtergesellschaft, aus einem bestehenden Unternehmen. Die Einheit wird anschließend verkauft, eigenständig fortgeführt oder mit einem Partner weiterentwickelt. Anders als beim Verkauf einer bereits eigenständigen Tochter muss die Einheit beim Carve-out erst aus den gemeinsamen Strukturen herausgelöst werden.
Ein TSA ist ein Vertrag, in dem der Verkäufer der abgetrennten Einheit für eine Übergangszeit weiterhin Leistungen erbringt, zum Beispiel IT, Lohnabrechnung, Buchhaltung, Einkauf oder Logistik. Typisch sind 6 bis 18 Monate. Ein gutes TSA regelt Leistungsumfang, Service Levels, Preise, Verlängerungsoptionen und den Exit-Plan.
Für mittelständische Einheiten vergehen von der Entscheidung bis zum Closing häufig vier bis neun Monate. Die operative Trennung einschließlich Abbau der Übergangsleistungen dauert oft weitere 6 bis 18 Monate. Größter Zeittreiber ist meist die IT, gefolgt von Verträgen, die auf den Konzern laufen.
Wird der Bereich als Betrieb oder Betriebsteil übertragen, gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB mit allen Rechten und Pflichten auf den Erwerber über. Die Mitarbeiter müssen vorher in Textform unterrichtet werden und können innerhalb eines Monats widersprechen. Wird eine Gesellschaft als Ganzes verkauft, bleiben die Arbeitsverhältnisse ohnehin bestehen. Der Betriebsrat ist frühzeitig einzubinden.
Beim Asset Deal kauft der Erwerber einzelne Vermögensgegenstände, Verträge und Mitarbeiter. Das ist flexibel, erfordert aber die Übertragung jedes Vertrags. Beim Share Deal wird der Bereich zuvor in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert oder nach dem Umwandlungsgesetz abgespalten, dann werden die Anteile verkauft. Die Wahl hängt von Steuern, Genehmigungen, Verträgen, Haftung und Zeitplan ab und wird mit Rechts- und Steuerberatern festgelegt.
Ja, wenn die Einheit operative Substanz hat und ein realistischer Weg zu positiven Ergebnissen besteht. Verlustbringende Carve-outs sind unser Kernfeld, weil wir Sanierung und Stand-alone-Aufbau selbst leisten. Eine Übernahme durch Tactical ist für den Verkäufer oft wirtschaftlich und reputativ besser als eine Schließung mit Sozialplan.
Sobald Tactical als Bieter in Betracht kommt, legen wir das offen und trennen die Rollen. Die Prozessführung übernimmt dann eine unabhängige Partei, der Verkäufer kann jederzeit andere Käufer ansprechen.
Verwandte Leistungen
Vertrauliches Erstgespräch
Drei Zeilen genügen. Der Gründungspartner meldet sich persönlich, vertraulich und mit einer konkreten Einordnung.