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StaRUG Investor — Strukturpartner statt externer Bieter.

Das StaRUG-Verfahren ermöglicht seit Januar 2021 die Restrukturierung mit Eingriff in Gläubigerrechte ohne formellen Insolvenzantrag. Wer als Investor in StaRUG eintreten will, muss den Plan mitgestalten — nicht als externer Bieter auftreten.

Plan-tragend · Restrukturierungsbeauftragter-erfahren · Vertraulich

Das StaRUG ist die strukturell anspruchsvollste vorinsolvenzliche Restrukturierungslogik im deutschen Recht. Ein Investor, der nur als nachgelagerter Bieter auftritt, verschenkt den entscheidenden Hebel — die Mitgestaltung des Restrukturierungsplans selbst. Tactical Management tritt typisch in Phase 2 des Verfahrens ein.

StaRUG-Verfahren im Überblick

Voraussetzung: drohende Zahlungsunfähigkeit nach §18 InsO. Nicht eingetretene Zahlungsunfähigkeit. Nicht Überschuldung allein.

Anzeige: Restrukturierungsanzeige nach §31 StaRUG beim zuständigen Restrukturierungsgericht. Das Gericht prüft formal, bestellt ggf. einen Restrukturierungsbeauftragten (§77 StaRUG) auf Antrag oder von Amts wegen.

Stabilisierung: das Gericht kann eine Stabilisierungsanordnung erlassen (§§ 49–59 StaRUG), die Vollstreckungen aussetzt und Verwertungsmaßnahmen unterbindet — typisch für bis zu drei Monate.

Plan: der Schuldner erarbeitet den Restrukturierungsplan. Der Plan kann eine reine Sanierung im Bestand vorsehen — oder einen Eigentümerwechsel.

Bestätigung: gerichtliche Bestätigung nach §25 StaRUG (Drei-Viertel-Mehrheit je Gruppe) oder im gruppenübergreifenden Cram-Down nach §26 StaRUG.

Phase 2 — der entscheidende Eintrittspunkt für einen plan-tragenden Investor

Phase 1 ist die Restrukturierungsanzeige (Tag 0). In Phase 2 — typisch Tag 14 bis Tag 60 — wird der Restrukturierungsplan erarbeitet. In dieser Phase ist der Bieterkreis noch nicht definiert, und ein qualifizierter Erwerber kann den Sanierungspfad strukturieren.

Tactical Management positioniert sich in dieser Phase als Strukturpartner. Wir bringen Bewertungssicht aus Käufer-Perspektive, Strukturalternativen, Vorschläge zur Gläubigerkommunikation und zur Mitarbeitereinbindung. Das geschieht parallel zur Berater-Arbeit, nicht in Konkurrenz zu ihr.

Wer erst nach Plan-Bestätigung auftritt, kauft zu Bedingungen, die andere für ihn definiert haben. Die strukturelle Mitwirkung in Phase 2 ist das, was den plan-tragenden Investor vom nachgelagerten Bieter unterscheidet.

Erwerbsstruktur im StaRUG

Closing typisch als Anteilskauf (Share Deal) an der Trägergesellschaft. StaRUG sieht — anders als die Regelinsolvenz — keine übertragende Sanierung mit Asset-Aussonderung vor; der Plan greift in Gläubigerrechte ein, lässt die Trägergesellschaft aber bestehen.

Konsequenz für den Käufer: KRITIS- und NIS-2-Zertifizierungen bleiben erhalten, §613a-BGB-Mitarbeiterübergang entfällt, Konsultation nach §111 BetrVG ist nicht zwingend (kein Inhaberwechsel im Sinne des BetrVG, sondern Anteilsübergang).

Vertraulichkeit: StaRUG erscheint nicht im öffentlichen Insolvenzregister. Diskretion gegenüber Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern bleibt gewahrt.

Investmentkriterien

Was wir erwerben

Verfahrenslage

Drohende Zahlungsunfähigkeit dokumentiert, Restrukturierungsanzeige beim Gericht eingereicht oder kurz bevorstehend.

Operative Substanz

Tragfähige operative Substanz mit klarer Fortführungsperspektive. StaRUG-Mandate ohne fortführbaren Geschäftsbetrieb sind nicht unser Profil.

Eingriff in Gläubigerrechte

Strukturierter Restrukturierungsplan mit klarer Gläubigergruppen-Logik. Der Plan-Inhalt — Schuldenschnitt, Stundungen, Eigentümerwechsel — wird mit uns gemeinsam gestaltet, nicht nachgelagert verhandelt.

Transaktionsfähigkeit

Was uns als StaRUG-Investor auszeichnet

Capital lined up: Eigenkapital für typische StaRUG-Tickets ist verfügbar, nicht nur committed. Keine Internal-Approval-Schleife zwischen Plan-Vorlage und Bestätigung. NDA in 24 Stunden, abgestimmt mit den großen deutschen Sanierungskanzleien. Operating Leader binnen 48 Stunden nach Plan-Bestätigung vor Ort.

Plan-tragend bedeutet operative Verantwortung ab Plan-Bestätigung. Wir kommunizieren nicht erst nach Closing mit Belegschaft, Schlüsselkunden und Lieferanten — wir sind im Plan-Vorlage-Prozess sichtbar und übernehmen Verantwortung vor dem Eintritt in das laufende Geschäft.

Ablauf

Von der Sondierung zum Closing

01

Sondierung Phase 1

Erstkontakt durch Restrukturierungsbeauftragten, Sanierungsanwalt oder Schuldnerführung. NDA in 24 Stunden, abgestimmt mit deutschen Sanierungskanzleien.

02

Eintritt Phase 2

Sondierung der Substanz, Strukturmöglichkeiten unter StaRUG, Vorschlag zur Plan-Mitgestaltung.

03

Plan-Mitgestaltung

Wir bringen Bewertungssicht und Strukturalternativen in den Restrukturierungsplan ein. Mitwirkung in Phase 2 — typisch Tag 14 bis Tag 60.

04

Plan-Bestätigung und Closing

Bei gerichtlicher Bestätigung wird der Eigentümerwechsel rechtskräftig. Closing typisch 4–8 Wochen nach Bestätigung; Day-One-Übernahme der operativen Verantwortung unmittelbar.

Häufige Fragen

FAQ

Was unterscheidet einen plan-tragenden Erwerber von einem nachgelagerten StaRUG-Bieter?

Der plan-tragende Erwerber gestaltet den Restrukturierungsplan mit und übernimmt operative Verantwortung ab Plan-Bestätigung. Der nachgelagerte Bieter erhält den fertigen Plan und kann nur noch innerhalb der vorgegebenen Struktur bieten — typisch zu schlechteren Konditionen, weil andere die Parameter definiert haben.

Welche deutschen Restrukturierungsanwälte arbeiten Sie zusammen?

CMS Hasche Sigle, Schultze & Braun, Buchalik-Broemmekamp, GÖRG, Pluta Rechtsanwalts GmbH, Reimer Rechtsanwälte, Hengeler Mueller und White & Case Frankfurt. NDA-Vorlagen sind abgestimmt; Mandatsstart binnen 24 Stunden.

Wie viele StaRUG-Fälle gibt es 2026 in Deutschland?

Für 2025 hat die Börsen-Zeitung 87 dokumentierte StaRUG-Verfahren ausgewiesen (Vorjahr: 84). München ist Schwerpunkt-Gerichtsstand mit 13 von 87 Fällen. Für 2026 erwartet die Branche erstmals dreistellige Fallzahlen — getrieben von der makroökonomischen Lage (4.573 Insolvenzen Q1 2026 oberhalb der Finanzkrisen-Peaks).

Was kostet ein StaRUG-Verfahren typischerweise?

Direkte Verfahrenskosten typisch 200.000–800.000 EUR (Restrukturierungsbeauftragter, Gerichtsgebühren, Sachverständige), je nach Unternehmensgröße. Indirekte Kosten (Anwaltskosten beider Seiten, interne Steuerungskosten) übersteigen die direkten regelmäßig um Faktor 2–3. Der Schuldner trägt die Verfahrenskosten aus laufender Liquidität — nicht der Käufer.

Bleiben KRITIS- und NIS-2-Zertifizierungen im StaRUG-Erwerb erhalten?

Ja. StaRUG-Erwerb erfolgt typisch als Share Deal an der Trägergesellschaft; Zertifizierungen sind an die Rechtspersönlichkeit gebunden und bleiben unverändert. Das ist der zentrale strukturelle Vorteil gegenüber einer übertragenden Sanierung aus dem Regelinsolvenzverfahren — wo Genehmigungen neu beantragt werden müssten.

Eine Aktion

StaRUG-Verfahren mit Eigentümerwechsel?

Mitwirkung ab Phase 2 des Verfahrens. NDA in 24 Stunden. Operating Leader vor Closing identifiziert.

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