Tactical Management
Sondersituation einreichen Schriftliche Erst-Einschätzung in 72 Stunden. Vertraulich.
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Definition

Was Mittelstandsnachfolge ist.

Mittelstandsnachfolge bezeichnet den Eigentümerwechsel in einem inhabergeführten Unternehmen des deutschen, österreichischen oder schweizerischen Mittelstands. Strukturell unterscheidet sich die Mittelstandsnachfolge von einer kompetitiven M&A-Auktion: Der Verkaufsanlass ist biografisch, nicht renditeoptimiert. Rechtlich umfasst sie die gesellschaftsrechtlichen Vorgänge nach GmbHG oder AktG, die steuerlichen Folgen nach Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) mit den Verschonungsregelungen für betriebliches Vermögen, den Betriebsübergang nach §613a BGB, gegebenenfalls Umwandlungsvorgänge nach UmwG sowie bei nicht-EU-Erwerbern die Prüfung nach EU-Verordnung 2019/452 (FDI-Screening). Übliche Strukturen sind der Founder-Buyout mit Verkäuferdarlehen, der MBO oder MBI mit Erwerber-Plattform, die Übergabe an eine Permanent-Capital-Struktur sowie Stiftungslösungen. Branchenstatistiken aus KfW, Institut für Mittelstandsforschung Bonn, BVK, AVCO und SECA zeigen eine deutliche Übernachfrage gegenüber familieninternen Lösungen.

Abgrenzung

Was Mittelstandsnachfolge nicht ist.

Mittelstandsnachfolge ist keine Bewertungsfrage. Wer einer Inhaberin nach dreißig Jahren Aufbau einen Multiplikator als zentrales Verkaufsargument anbietet, hat den Vorgang missverstanden. Sie ist auch kein klassischer Buyout im Auktionssinn. Eine Auktion mit IM, Phase I, Phase II und Auktionsdynamik ist mit dem biografischen Charakter einer Übergabe regelmäßig unvereinbar. Sie ist kein Distressed-Vorgang. Mittelstandsnachfolge betrifft im Regelfall gesunde, profitable Unternehmen, deren Verwerfung allein in der Eigentümersituation liegt. Sie ist kein Roll-up und keine reine Plattform-Akquisition, in der das Unternehmen als Modul für eine Fonds-Story dient. Wer Mittelstandsnachfolge als Beschaffungsproblem für eigenes Capital deployment versteht, wird im Regelfall keinen Vertrag bekommen.

Nicht der Preis öffnet die Tür.
Die Verlässlichkeit.

Strukturen

Wie wir Nachfolgen strukturieren.

Tactical Management strukturiert Mittelstandsnachfolgen in der Logik der Vier-Phasen-Erwerbsprozess: Erstkontakt mit schriftlicher Einschätzung binnen 72 Stunden, vertrauliche Sondierung mit Term Sheet, strukturierte Due Diligence mit Übergabeplan, Closing mit klar definierter 0-180-Tage-Übergabestrukturierung. Der Erwerb erfolgt aus Permanent Capital heraus. Die Halteperspektive ist langfristig, nicht durch Fondslaufzeit getrieben. Die Übergabe selbst folgt einer biografisch sensiblen Logik: Founder-Buyout-Strukturen mit gestaffelter Auszahlung, Verkäuferdarlehen, optionaler Mitnahme von Anteilen für eine Übergangszeit, klar definierter Leadership-Übergang. Die Integration in eine bestehende Plattform erfolgt nicht abrupt, sondern in einem Tempo, das der Substanz und den Mitarbeitenden des übergebenen Unternehmens gerecht wird. Methodisch knüpft die Übergabe an die drei Logiken an: Bewertung, Integration, Vertrieb. Damit unterscheidet sich der Tactical-Ansatz deutlich von klassischer PE-Auktionspraxis.

Praxisbeispiele

Nachfolgen aus dem Tactical-Portfolio.

Die Karyali Group wurde im Kontext einer Nachfolgeklärung übernommen, in der eine konventionelle Auktion das operative Geschäft beschädigt hätte. Boswau-Knauer entstammt einer Konstellation, in der die Nachfolgefrage strukturell mit einer Konzern-Carve-out-Logik verknüpft war. Darlot wurde als Founder-Buyout in eine Plattformstruktur überführt, in der die Gründerfigur weiterhin operativ wirksam blieb, ohne als Eigentümer den Übergang zu blockieren. Allen drei Fällen gemeinsam: keine kompetitive Auktion, ein verlässlicher Einzel-Erwerber, eine Halteperspektive jenseits der klassischen Fünf-Jahres-Logik.

Verwandte Begriffe

Im Glossar.

Sondersituation einreichen

Schriftliche Erst-Einschätzung in 72 Stunden.

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