Liquidität und 13-Wochen-Plan
Tagesaktueller Liquiditätsstatus, rollierende 13-Wochen-Planung auf Wochenbasis, Working-Capital-Maßnahmen und Zahlungsfreigaben.
Interim Management · Interim-CFO
In der Krise, im Carve-out oder rund um eine Transaktion entscheidet der Finanzbereich darüber, ob Banken, Käufer und Gesellschafter mitgehen. Tactical stellt einen Interim-CFO, der Liquidität steuert, Reporting belastbar macht und die Gespräche mit den Finanzierern führt.
Kurz gesagt
Ein Interim-CFO übernimmt für einen begrenzten Zeitraum die Leitung des Finanzbereichs, mit voller Verantwortung und in der Linie, nicht als externer Berater. In Sondersituationen stehen dabei vier Aufgaben im Vordergrund: Liquiditätssteuerung mit rollierendem 13-Wochen-Plan, Bankenkommunikation, belastbares Reporting und die Vorbereitung oder Umsetzung einer Transaktion. Tactical stellt Interim-CFOs aus dem eigenen Team und einem Netzwerk erfahrener Finanzmanager, eingebettet in das jeweilige Restrukturierungs- oder Transaktionsmandat.
In ruhigen Zeiten reicht ein ordentlicher Monatsabschluss. In der Sondersituation brauchen Banken wöchentliche Liquiditätszahlen, Käufer einen sauberen Datenraum und Gesellschafter eine ehrliche Prognose. Viele Finanzbereiche sind darauf weder personell noch methodisch eingestellt.
Der Interim-CFO schließt diese Lücke sofort und baut parallel die Strukturen auf, die nach seinem Einsatz bleiben.
Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner
Typische Situationen
Was wir konkret tun
Tagesaktueller Liquiditätsstatus, rollierende 13-Wochen-Planung auf Wochenbasis, Working-Capital-Maßnahmen und Zahlungsfreigaben.
Aufbereitung für Finanzierer, Covenant-Monitoring, Vorbereitung von Waiver- und Stillhaltegesprächen, verlässlicher Berichtsrhythmus.
Wochen- und Monatsreporting, integrierte Planung aus GuV, Bilanz und Cashflow, Kennzahlen, die das Management tatsächlich nutzt.
Aufbau der eigenständigen Finanzfunktion, Management der Übergangsleistungen (TSA), eigene Buchhaltung, Konten und Abschlüsse.
Aufbereitung der Zahlen für Käufer oder Investoren, Datenraum, Begleitung der Financial Due Diligence, Planung, die einer Prüfung standhält.
Stichtagsabschluss, Kaufpreismechanik, Integration in das Reporting des neuen Eigentümers, Neuaufstellung von Prozessen und Team.
Einordnung
Die Modelle unterscheiden sich vor allem in Verantwortung und Verfügbarkeit. Welches passt, hängt davon ab, ob Kapazität, Methode oder eine verantwortliche Person fehlt.
| Interim-CFO | CFO-Services (Teilzeit, extern) | Finanzberatung | |
|---|---|---|---|
| Rolle | Leitet den Finanzbereich in der Linie | Übernimmt ausgewählte Aufgaben an einigen Tagen im Monat | Analysiert und empfiehlt, entscheidet nicht |
| Verantwortung | Volle Ergebnisverantwortung, oft mit Prokura oder Organstellung | Begrenzt auf den vereinbarten Umfang | Beim Mandanten |
| Verfügbarkeit | Vollzeit oder nahezu Vollzeit vor Ort | Punktuell | Projektbezogen |
| Gegenüber Banken | Ansprechpartner der Finanzierer | Meist unterstützend im Hintergrund | Gutachter oder Begleiter |
| Geeignet für | Krise, Carve-out, Transaktion, Ausfall des CFO | Wachstumsunternehmen ohne eigenen CFO | Einzelfragen, Gutachten, Konzepte |
Vereinfachte Einordnung. Konkrete Konditionen richten sich nach Umfang, Dauer und Situation und werden im Erstgespräch besprochen.
Der 13-Wochen-Plan
Die rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung zeigt auf Wochenbasis, welche Ein- und Auszahlungen anstehen und wann Engpässe entstehen. Sie ist Grundlage für Gespräche mit Banken und Kreditversicherern und zugleich Werkzeug der Geschäftsführung, um die Zahlungsfähigkeit laufend zu prüfen und zu dokumentieren.
Der Interim-CFO baut den Plan auf, gleicht ihn jede Woche mit den Ist-Zahlen ab und erklärt Abweichungen. Diese Plan-Ist-Treue ist es, die bei Finanzierern Vertrauen schafft. Mehr dazu unter Liquiditätssicherung.
Ablauf
Liquidität, Reporting, Stand der Gespräche mit Banken oder Käufern. Klärung von Rolle, Befugnissen und Zielen.
Übernahme der Rolle, Zugriff auf Konten und Systeme, erster Liquiditätsstatus.
13-Wochen-Plan, Wochenreporting, Berichtsrhythmus mit den Finanzierern, Sofortmaßnahmen im Working Capital.
Prozesse und Team aufstellen, Nachfolge suchen oder aufbauen, geordnete Übergabe.
Mehr als Beratung
Unser Interim-CFO bringt das Tactical-Team mit: Restrukturierung, Transaktionserfahrung, Verfahrenskenntnis und die Möglichkeit, dass Tactical selbst Kapital bereitstellt. Reicht die Finanzfunktion allein nicht aus, übernimmt ein Chief Restructuring Officer die Gesamtsteuerung der Sanierung. Bei Abspaltungen verbinden wir den Einsatz mit unserer Carve-out-Beratung.
Häufige Fragen
Er übernimmt die Steuerung der Liquidität, baut einen rollierenden 13-Wochen-Plan auf und führt die Gespräche mit Banken und Kreditversicherern. Parallel sorgt er dafür, dass Reporting und Planung belastbar werden, damit Entscheidungen auf verlässlichen Zahlen beruhen. Er unterstützt die Geschäftsführung außerdem bei der laufenden Prüfung der Zahlungsfähigkeit.
Der Interim-CFO verantwortet den Finanzbereich: Liquidität, Reporting, Abschluss und Bankenkommunikation. Der Chief Restructuring Officer verantwortet die gesamte Sanierung, also auch operative Maßnahmen, Verhandlungen mit allen Gläubigergruppen und gegebenenfalls ein Verfahren. In größeren Sanierungen arbeiten beide Rollen zusammen, in kleineren kann ein CRO die Finanzfunktion mitübernehmen.
Das hängt von Profil und Verfügbarkeit ab. Nach dem Erstgespräch schlagen wir zeitnah einen passenden Kandidaten vor, der Einsatz beginnt nach Abstimmung von Mandat und Befugnissen. Eine erste schriftliche Einschätzung der Lage erhalten Sie innerhalb von 72 Stunden.
Interim-Manager werden in der Regel über Tagessätze abgerechnet, deren Höhe von Erfahrung, Situation und Einsatzumfang abhängt. Wir nennen keine pauschalen Preise, sondern machen nach dem Erstgespräch ein konkretes Angebot. Zu beachten ist, dass ein Interim-CFO typischerweise keine Einarbeitungszeit und keine Kündigungsfristen verursacht.
Ja. Im Carve-out baut er die eigenständige Finanzfunktion auf und steuert die Übergangsleistungen des Verkäufers. Vor einer Transaktion bereitet er Zahlen und Datenraum auf und begleitet die Financial Due Diligence. Nach dem Closing kümmert er sich um Stichtagsabschluss, Kaufpreismechanik und Integration in das Reporting des Erwerbers.
Nein, der Einsatz ist befristet. Ziel ist, dass der Finanzbereich nach dem Einsatz ohne ihn funktioniert. Deshalb gehören die Suche oder der Aufbau eines dauerhaften CFO und eine geordnete Übergabe zum Mandat.
Verwandte Leistungen
Vertrauliches Erstgespräch
Drei Zeilen genügen. Der Gründungspartner meldet sich persönlich, vertraulich und mit einer konkreten Einordnung.