Mehrheitsübernahme
Vollständiger oder mehrheitlicher Erwerb, als Share Deal oder Asset Deal. Mit Fortführung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.
Leistung 04 · Unternehmensübernahme
Manchmal reicht Beratung nicht. Wenn Kapital fehlt, die Nachfolge offen ist oder ein Konzern einen Bereich abgeben will, treten wir als Investor ein: mit einer Beteiligung, einer Brückenfinanzierung oder der vollständigen Übernahme. Aus eigener Bilanz, mit langfristigem Horizont und ohne Fondslaufzeit.
Kurz gesagt
Tactical Management erwirbt oder beteiligt sich an mittelständischen Unternehmen, Geschäftsbereichen und Marken in Sondersituationen im DACH-Raum: Turnaround, Distressed, Carve-out, Spin-off, Nachfolge und Übernahmen aus StaRUG- oder Insolvenzverfahren. Wir investieren aus eigener Bilanz, geben eine schriftliche Ersteinschätzung innerhalb von 72 Stunden und schließen Transaktionen typischerweise sechs bis zwölf Wochen nach dem indikativen Angebot ab.
Unsere Beteiligungen entstehen oft aus einer Beratung. Wir kennen das Unternehmen, die Zahlen und das Management, bevor wir investieren. Das macht Entscheidungen schneller und die Übernahme sicherer, für Verkäufer, Mitarbeiter und Finanzierer.
Ebenso kommen Anfragen direkt zu uns: von Gesellschaftern ohne Nachfolger, von Konzernen mit Non-Core-Bereichen, von Insolvenzverwaltern und Restrukturierungsberatern, die einen entscheidungsfähigen Käufer suchen.
Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner
Typische Situationen
Was wir konkret tun
Vollständiger oder mehrheitlicher Erwerb, als Share Deal oder Asset Deal. Mit Fortführung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.
Eigenkapital für die Sanierung oder das nächste Wachstum, ohne dass der Unternehmer die Kontrolle abgibt.
Übernahme vom Gründer oder der Familie, mit geordnetem Übergang und Erhalt von Name, Standort und Kultur. Siehe Nachfolge.
Übernahme von Konzernbereichen mit TSA-Phase und Aufbau der Eigenständigkeit. Siehe Carve-out.
Investor im StaRUG- oder Insolvenzplan oder Erwerb im Wege der übertragenden Sanierung.
Kapital für eine Übergangszeit, etwa bis zur Refinanzierung oder zum Abschluss einer Sanierung. Siehe Finanzierung.
Kriterien
Wir sind sektoragnostisch. Entscheidend ist die Substanz: ein realer Markt, Kunden, Produkte, eine operative Basis und ein Grund, warum ein normaler Verkaufsprozess nicht funktioniert.
| Kriterium | Rahmen |
|---|---|
| Region | Deutschland, Österreich, Schweiz; selektiv international |
| Größe | Umsatz typischerweise 20 bis 500 Mio. Euro, kleinere und größere Situationen prüfen wir im Einzelfall |
| Ertragslage | Profitabel, defizitär oder im Verfahren |
| Anlass | Turnaround, Distressed, Carve-out, Spin-off, Nachfolge, Gesellschafterkonflikt |
| Transaktionsform | Share Deal, Asset Deal, Beteiligung, Insolvenz- oder Restrukturierungsplan |
| Geschwindigkeit | Ersteinschätzung in 72 Stunden, Closing typischerweise 6 bis 12 Wochen nach indikativem Angebot |
Ablauf
Vertrauliche Prüfung auf Basis weniger Eckdaten. Schriftliche Rückmeldung, ob und wie wir einsteigen können.
Nach Einsicht in die wesentlichen Unterlagen ein indikatives Angebot mit Struktur und Bedingungen.
Fokussierte Due Diligence, Verhandlung, Abstimmung mit Finanzierern, Betriebsrat und gegebenenfalls Gericht.
Stabilisierung und Neuausrichtung unter neuer Eigentümerschaft. Wir verwerten nicht, wir entwickeln.
Mehr als Beratung
Die meisten Investoren sehen ein Unternehmen zum ersten Mal im Datenraum. Wir kennen es häufig aus der gemeinsamen Arbeit an Liquidität und Restrukturierung. Das verkürzt die Prüfung, senkt das Risiko und macht unser Angebot belastbar. Für den Verkäufer heißt das: weniger Unsicherheit, weniger Zeitverlust, ein Käufer, der hält, was er zusagt. Mehr zu unserer Haltung unter Investitionsthese und Erwerb und Prozess.
Häufige Fragen
Nein. Wir prüfen auch direkte Anfragen von Gesellschaftern, Konzernen, Insolvenzverwaltern und Beratern. Umgekehrt führt eine Beratung nicht automatisch zu einer Beteiligung. Beides bleibt eine freie Entscheidung.
Offen und schriftlich. Sobald eine Beteiligung oder Übernahme durch Tactical in Betracht kommt, legen wir das gegenüber Gesellschaftern, Beirat und Finanzierern offen. Die Bewertung wird dann durch unabhängige Dritte plausibilisiert, und der Verkäufer ist frei, andere Käufer anzusprechen. Eine Beratung verpflichtet niemanden zu einer Transaktion mit Tactical.
Die schriftliche Ersteinschätzung erfolgt innerhalb von 72 Stunden, ein indikatives Angebot meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Das Closing erfolgt typischerweise sechs bis zwölf Wochen nach dem indikativen Angebot, in Verfahrenssituationen auch schneller.
Ja, sofern Substanz vorhanden ist. Verluste und Schulden sind häufig der Grund für die Sondersituation und fließen in die Struktur ein, etwa über einen Asset Deal, einen Restrukturierungsplan oder eine Vereinbarung mit den Gläubigern. Siehe auch GmbH mit Schulden verkaufen.
Wir übernehmen Unternehmen, um sie fortzuführen und zu entwickeln. Bei einem Betriebsübergang gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB auf den Erwerber über. Wo Anpassungen nötig sind, planen wir sie offen und gemeinsam mit Betriebsrat und Management.
Nein. Tactical investiert als Permanent-Capital-Plattform aus eigener Bilanz und mit Partnern, ohne festen Fondslebenszyklus. Wir müssen Beteiligungen nicht nach wenigen Jahren wieder verkaufen.
Verwandte Leistungen
Verkauf
Verkaufsprozess und Käufer.
Mehr →Carve-out
Konzernbereiche übernehmen.
Mehr →Nachfolge
Wenn kein Nachfolger da ist.
Mehr →Prozess
Phasen, Unterlagen, Zeitplan.
Mehr →Krise
Verkauf unter Zeitdruck.
Mehr →Vertrauliches Erstgespräch
Drei Zeilen genügen. Der Gründungspartner meldet sich persönlich, vertraulich und mit einer konkreten Einordnung.