Tactical Management
Sondersituation einreichen Schriftliche Erst-Einschätzung in 72 Stunden. Vertraulich. →
Akquisitionencontact@tacticalmanagement.ch
DE · EN · ES München · Wien · Baar

Leistung 01 · Liquidität & Stabilisierung

Liquidität sichern. Handlungsfähigkeit zurückgewinnen.

Wenn die Liquidität knapp wird, zählen Tage. Wir schaffen in der ersten Woche Transparenz über jeden Euro, heben Cash im Unternehmen und führen die Gespräche mit Banken, Lieferanten und Kreditversicherern. Damit Sie wieder entscheiden, statt nur zu reagieren.

Situation vertraulich schildern

Direkt: +49 711 735 92 749Rückruf in 60 Minuten (Mo–Fr)Ersteinschätzung in 72 Stunden

Kurz gesagt

Liquiditätssicherung in der Krise bedeutet, die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens für die nächsten Wochen und Monate verlässlich herzustellen. Kern ist eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung auf Wochenbasis, kombiniert mit Sofortmaßnahmen im Working Capital und einer abgestimmten Kommunikation mit Banken, Lieferanten und Kreditversicherern. Tactical erstellt diese Planung typischerweise innerhalb der ersten Woche und setzt die Maßnahmen gemeinsam mit der Geschäftsführung um.

Die meisten Unternehmenskrisen werden erst an der Liquidität sichtbar. Ursache sind oft wegbrechende Aufträge, steigende Kosten oder ein Projekt, das aus dem Ruder läuft. Die Folge ist immer dieselbe: Die Geschäftsführung verliert Zeit mit Zahlungsprioritäten, statt die Ursachen zu beheben.

Wir drehen diese Reihenfolge um. Zuerst entsteht eine belastbare Zahlenbasis, dann gewinnen wir Zeit, dann wird die Ursache angegangen. Wenn zusätzliche Mittel nötig sind, verhandeln wir die Finanzierung und können selbst Kapital bereitstellen.

Eine kostenlose Excel-Vorlage mit Anleitung finden Sie unter 13-Wochen-Liquiditätsplanung.

Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner

Typische Situationen

Wann Unternehmen uns wegen Liquidität anrufen.

  • Die Liquidität lässt sich nicht mehr sicher über die nächsten acht bis zwölf Wochen planen.
  • Die Hausbank kürzt Kreditlinien, verlangt zusätzliche Sicherheiten oder ein Sanierungsgutachten.
  • Covenants aus Kreditverträgen sind verletzt oder drohen verletzt zu werden.
  • Kreditversicherer senken Limite und Lieferanten stellen auf Vorkasse um.
  • Ein Großkunde fällt aus oder zahlt verspätet, Forderungen bauen sich auf.
  • Steuern, Sozialabgaben oder Löhne lassen sich nur noch mit Mühe fristgerecht bedienen.

Was wir konkret tun

Was in den ersten Wochen passiert.

13-Wochen-Liquiditätsplanung

Direkte, rollierende Planung auf Wochenbasis mit allen Ein- und Auszahlungen. Integriert mit GuV und Bilanz, damit Banken und Gesellschafter ihr vertrauen können.

Cash-Taskforce

Wöchentlicher Takt mit klaren Verantwortlichen: Zahlungsfreigaben, Forderungseinzug, Bestellstopps und Priorisierung kritischer Lieferanten.

Working-Capital-Hebel

Forderungen, Vorräte, Verbindlichkeiten. Wir heben gebundenes Kapital, etwa durch Factoring, Bestandsabbau und neu verhandelte Zahlungsziele.

Banken- und Gläubigergespräche

Vorbereitung und Führung der Gespräche mit Hausbanken, Bankenpool, Leasinggebern und Kreditversicherern. Ziel: Stillhalten, Linienerhalt, Überbrückung.

Brücken- und Überbrückungsfinanzierung

Strukturierung von Überbrückungskrediten, Gesellschafterbeiträgen oder Sale-and-lease-back. Auf Wunsch mit Kapital von Tactical.

Insolvenzrechtliche Einordnung

Laufende Prüfung von Zahlungsfähigkeit und Fortführungsprognose gemeinsam mit Sanierungsanwälten, damit die Geschäftsführung ihre Pflichten sicher erfüllt.

Pflichten der Geschäftsführung

Liquidität ist auch eine Haftungsfrage.

Geschäftsführer einer GmbH müssen die Zahlungsfähigkeit laufend überwachen. Wer zahlungsunfähig ist, muss nach § 15a InsO spätestens nach drei Wochen einen Insolvenzantrag stellen, bei Überschuldung spätestens nach sechs Wochen. Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife können persönlich haften lassen.

Eine saubere 13-Wochen-Planung ist deshalb doppelt wertvoll: Sie zeigt, wo Cash zu holen ist, und sie dokumentiert, dass die Geschäftsführung ihre Pflichten ernst nimmt. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit eröffnet sie zudem den Weg in das StaRUG, ein Sanierungsverfahren ohne Insolvenz.

Tactical ist keine Rechtsanwaltskanzlei. Die rechtliche Prüfung erfolgt durch spezialisierte Sanierungsanwälte, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Wir liefern die Zahlen, die Maßnahmen und die Umsetzung.

BegriffBedeutungFrist bzw. Horizont
Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO)Fällige Zahlungspflichten können nicht erfüllt werdenInsolvenzantrag spätestens nach 3 Wochen
Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO)Zahlungsunfähigkeit ist absehbarPrognosezeitraum in der Regel 24 Monate; Zugang zum StaRUG
Überschuldung (§ 19 InsO)Vermögen deckt Verbindlichkeiten nicht, keine positive FortführungsprognosePrognose 12 Monate; Antrag spätestens nach 6 Wochen

Vereinfachte Übersicht, keine Rechtsberatung. Stand September 2026.

Ablauf

Die ersten 30 Tage.

Tag 1 bis 3

Lagebild

Bankauszüge, offene Posten, Zahlungsplan. Wir wissen nach wenigen Tagen, wie viele Wochen Reichweite tatsächlich bestehen.

Tag 3 bis 7

13-Wochen-Plan

Belastbare Wochenplanung mit Szenarien, Sofortmaßnahmen und klaren Verantwortlichen.

Woche 2 bis 3

Finanzierer an den Tisch

Gemeinsamer Termin mit Banken und wichtigen Gläubigern. Stillhalten, Linien sichern, Brücke vereinbaren.

Ab Woche 4

Ursachen beheben

Übergang in die operative Restrukturierung oder, falls nötig, in ein Verfahren nach StaRUG oder Eigenverwaltung.

Mehr als Beratung

Wir bringen nicht nur den Plan mit, sondern auf Wunsch auch das Geld.

Klassische Berater erstellen die Liquiditätsplanung und empfehlen, mit der Bank zu sprechen. Wir sitzen selbst mit am Tisch und verhandeln. Und wenn die Bank nicht mehr mitgeht, kann Tactical als Kapitalpartner einspringen: mit Überbrückungsfinanzierung, Working Capital oder einer Beteiligung. Mehr dazu unter Finanzierung in Sondersituationen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen.

Was ist eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung?

Eine direkte Liquiditätsplanung, die alle erwarteten Ein- und Auszahlungen für die nächsten 13 Wochen auf Wochenbasis abbildet und jede Woche fortgeschrieben wird. Sie ist der Standard, den Banken, Kreditversicherer und Gerichte in Krisensituationen erwarten, weil sie kurzfristige Engpässe sichtbar macht, die eine Monatsplanung verdeckt.

Wie schnell steht die Planung?

In akuten Fällen innerhalb von fünf bis sieben Werktagen. Eine erste Reichweitenschätzung liefern wir meist schon nach zwei bis drei Tagen, sobald Kontoauszüge, offene Posten und der Zahlungsplan vorliegen.

Was tun, wenn die Bank die Kreditlinie kündigt?

Nicht allein verhandeln. Zuerst eine belastbare Planung erstellen, dann mit allen Finanzierern gemeinsam sprechen. Oft lässt sich eine Stillhaltevereinbarung erreichen, wenn die Bank sieht, dass ein strukturierter Prozess läuft. Parallel prüfen wir alternative Finanzierungen, einschließlich Kapital durch Tactical.

Ab wann muss ein Insolvenzantrag gestellt werden?

Bei Zahlungsunfähigkeit spätestens nach drei Wochen, bei Überschuldung spätestens nach sechs Wochen (§ 15a InsO). Maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem der Insolvenzgrund objektiv eingetreten ist. Die rechtliche Beurteilung erfolgt durch einen Sanierungsanwalt; wir liefern die Zahlenbasis dafür.

Arbeitet Tactical auch nur für die Liquiditätsplanung?

Ja. Viele Mandate beginnen mit einer reinen Liquiditätsplanung und Cash-Taskforce. Ob daraus eine längere Begleitung, eine Finanzierung oder eine Beteiligung wird, entscheiden Sie.

Vertrauliches Erstgespräch

Sprechen wir, bevor die Optionen weniger werden.

Drei Zeilen genügen. Der Gründungspartner meldet sich persönlich, vertraulich und mit einer konkreten Einordnung.

oder direkt anrufen: +49 711 735 92 749