Wissen · Marktüberblick DACH
Restrukturierungsberatung für den Mittelstand: Anbieter im Vergleich 2026.
Wer eine Krise lösen muss, wählt nicht nur einen Namen, sondern ein Modell: Beratung, Interim-Management, Investor oder eine Kombination. Dieser Überblick stellt 16 Anbieter im DACH-Raum mit öffentlich belegten Fakten nebeneinander, ohne Rangliste.
Kurz gesagt
Den einen besten Restrukturierungsberater für den Mittelstand gibt es nicht. Der Markt im DACH-Raum besteht aus fünf Segmenten: spezialisierte Restrukturierungsberatungen für den Mittelstand (etwa FalkenSteg, WAYES, Struktur Management Partner, FTI-Andersch, Dr. Wieselhuber & Partner), internationale Beratungen mit Restrukturierungspraxis (Roland Berger, Alvarez & Marsal, AlixPartners), Kanzleien und Wirtschaftsprüfer mit Sanierungs- und Verfahrenskompetenz (hww, RSM Ebner Stolz), Interim-Provider (etwa Atreus) und Special-Situations-Investoren, die Unternehmen kaufen statt beraten (AURELIUS, Mutares, Accursia, Callista). Welche Wahl passt, hängt von Krisenstadium, Unternehmensgröße, Verfahrensbedarf und davon ab, ob neben Konzept und Umsetzung auch Kapital nötig ist. Tactical Management verbindet Beratung, Interim-Rollen und optional eigenes Kapital bis zur Übernahme.
Diese Seite ist für Geschäftsführer, Gesellschafter und Beiräte gedacht, die eine Restrukturierungsberatung auswählen, und für alle, die den Markt schnell verstehen wollen. Die Angaben stammen aus den Websites und Pressemitteilungen der Anbieter sowie aus allgemein zugänglichen Quellen. Sie sind am Ende der Seite verlinkt.
Transparenzhinweis: Tactical Management ist selbst Anbieter in diesem Markt und in der Tabelle enthalten. Wir haben alle Anbieter nach denselben Kriterien beschrieben, verzichten auf Wertungen und Rankings und geben nur wieder, was öffentlich belegt ist. Fehlt eine Angabe, war sie nicht verlässlich zu verifizieren. Korrekturen nehmen wir gerne auf.
Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner
Vergleichstabelle
16 Anbieter für Restrukturierung und Sondersituationen im DACH-Raum.
Die Tabelle ist nach Segmenten sortiert, nicht nach Qualität. Innerhalb eines Segments ist die Reihenfolge alphabetisch. Die Spalte „Eigenes Kapital/Übernahme“ beschreibt, ob der Anbieter selbst Eigenkapital einsetzt oder Unternehmen erwirbt. Das ist bei klassischen Beratungen aus gutem Grund nicht der Fall, bei Investoren dagegen das Geschäftsmodell.
| Anbieter | Schwerpunkt | Umsetzung/Interim | Eigenes Kapital/Übernahme | Typische Mandate | Sitz |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) Restrukturierungsberatung | Strategie- und Restrukturierungsberatung für Familienunternehmen; Sanierungskonzepte (IDW S 6), Independent Business Review, Distressed M&A | Operative Umsetzung der Maßnahmen; Interim-Rollen auf der Website nicht gesondert ausgewiesen | Nein, beratend | Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum (Eigendarstellung) | München, gegründet 1986; weitere Standorte in Deutschland und Österreich |
| FalkenSteg Restrukturierungsberatung | Beratung in Sondersituationen: Restrukturierung, Corporate Finance und Distressed M&A, Operations, Real Estate | Ja, Interim Management, CRO und CFO (Eigenangabe) | Nein, beratend; begleitet Transaktionen als M&A-Berater | Mittelstand und größere Unternehmen in Krise und Insolvenz, Verkaufsprozesse in Sondersituationen | Düsseldorf; weitere Büros in Deutschland, u. a. Hamburg (seit 2022) |
| FTI-Andersch Restrukturierungsberatung | Turnaround, Transformation, Transaction; Entwicklung und Umsetzung von Sanierungs- und Performancekonzepten | Konzept und Umsetzungsbegleitung; Interim-Rollen auf der deutschen Website nicht gesondert ausgewiesen | Nein, beratend | Vom Mittelstand bis zu großen deutschen Konzernen (FTI Consulting, 2019) | Frankfurt am Main; 5 Standorte in Deutschland, 150+ Experten; gegründet 2012, seit 2019 Teil von FTI Consulting |
| Struktur Management Partner (SMP) Restrukturierungsberatung | Turnaround, Transformation, Digital Performance und Umsetzung | Umsetzung als ausdrücklicher Leistungsbereich (Eigenangabe) | Nein, beratend | Gehobener deutscher Mittelstand (Eigendarstellung) | Köln und München; seit 1982; rund 130 Mitarbeitende |
| WAYES Restrukturierungsberatung | Restrukturierung, Verfahren (Eigenverwaltung, Insolvenz), Transaktion, CFO-Services | Ja, Interim auf C-Level sowie für Linien- und Projektmanager | Nein, beratend | Mittelstand; nach eigenen Angaben über 500 abgeschlossene Mandate | 7 Standorte (Hamburg, Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hannover, München, Oldenburg); 2001 als comes gegründet, seit 2021 WAYES |
| AlixPartners Internationale Beratung | Turnaround & Restructuring, Transformation, Kostenprogramme, Distressed M&A, Carve-outs | Ja, Interim Management und Chief Restructuring Officer (Eigenangabe) | Nein, beratend | Restrukturierungs- und Kostenprogramme, oft bei größeren und international tätigen Unternehmen | Gegründet 1981 (USA); in Deutschland München, Frankfurt, Düsseldorf |
| Alvarez & Marsal (A&M) Internationale Beratung | Turnaround und Restrukturierung, Performance Improvement, Forensik, Transaktionen | Ja, Krisen- und Interim-Management ist Kernleistung | Nein, beratend | Unternehmen in Krisen- und Umbruchsituationen, national und international | Gegründet 1983 in New York; in Deutschland seit 2002: München, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg |
| Roland Berger Internationale Beratung | Strategieberatung mit Kompetenzzentrum Restructuring, Performance, Transformation & Transaction (RPT); Restrukturierungsprogramme, IBR | Ja, CxO-Office zur Unterstützung von CRO und CTO sowie Interim-Rollen in Krisen (Eigenangabe) | Nein, beratend | Große und mittelgroße Restrukturierungsprogramme (Eigenangabe) | München, gegründet 1967; rund 3.500 Mitarbeitende an über 50 Standorten weltweit |
| hww hermann wienberg wilhelm Kanzlei, Verfahren | Insolvenzverwaltung, Restrukturierung, Rechtsberatung; Schutzschirm, Eigenverwaltung, StaRUG | Verfahrensbegleitung; Verwalter- und Sachwalterämter nach gerichtlicher Bestellung | Nein | Unternehmen in Krise und Insolvenzverfahren | Sitz Berlin (Impressum); über 200 Expertinnen und Experten an 26 Standorten; Wurzeln in den 1970er-Jahren |
| RSM Ebner Stolz Wirtschaftsprüfung, Beratung | Prüfung, Steuer, Recht und Beratung; Restrukturierung: IBR, Sanierungskonzepte nach IDW S 6 und S 11, Liquiditätsmanagement | Umsetzungsbegleitung; übernimmt nach eigener Aussage auch selbst operative Verantwortung | Nein | Mittelstand, auch in Eigenverwaltungsverfahren | 15 Standorte in Deutschland, über 2.900 Mitarbeitende |
| Atreus Interim-Provider | Executive Interim Management, u. a. für Restrukturierung | Ja, Kernleistung: Auswahl und Begleitung von Interim-Managern | Nein | Interim-Mandate von Geschäftsführung bis Projektleitung | München; Teil von Heidrick & Struggles; Netzwerk von über 18.000 Professionals im deutschsprachigen Raum (Eigenangabe) |
| Accursia Capital Investor | Eigentümergeführte Industrieholding; Carve-outs, Restrukturierungen, Nachfolge | Operative Entwicklung der eigenen Beteiligungen; keine Beratung als Dienstleistung ausgewiesen | Ja, erwirbt Unternehmen | Ab 20 Mio. EUR Umsatz, EBITDA-Marge negativ bis 5 %; Manufacturing, Industrial Goods, Verpackung, Business Services | München und Mailand; gegründet 2017 |
| AURELIUS Investor | Multi-Strategie-Investor (Private Equity, Private Debt, Real Estate); Carve-outs, Plattformentwicklung | Operations-Team (AURELIUS WaterRise, über 200 Spezialisten) für die Portfoliounternehmen | Ja, erwirbt Unternehmen | Carve-outs aus Konzernen, Unternehmen mit operativem Verbesserungspotenzial | Grünwald bei München; 10 Standorte, über 400 Mitarbeitende; erste Gesellschaft 2005 |
| Callista Private Equity Investor | Turnaround-Investor; Carve-outs und Restrukturierung verlustbringender Einheiten, industrielle Unternehmen | Operative Unterstützung im eigenen Portfolio (Vertrieb, Digitalisierung, IT- und Finanzsysteme) | Ja, erwirbt Unternehmen; im Besitz der Gründungspartner und des Managements | Portfolio mit 7 Unternehmen und rund 135 Mio. EUR Umsatz (Eigenangabe) | München |
| Mutares Investor | Special-Situations-Private-Equity; Carve-outs aus Konzernen, Unternehmen in Transformation | Eigene operative Teams in den Portfoliounternehmen | Ja, erwirbt Unternehmen | Konzernteile und Unternehmen in Umbruchsituationen; Segmente u. a. Automotive & Mobility, Goods & Services | München; gegründet 2008; börsennotiert; Standorte in Europa, Asien und den USA |
| Tactical Management Beratung, Interim und Investor | Restrukturierung mit Umsetzungsverantwortung, Liquiditätssicherung, StaRUG und Verfahren, Transaktionen | Ja, CRO, Interim-CFO und Geschäftsführung auf Zeit | Optional: eigenes Kapital, Beteiligung oder Übernahme als Investor | DACH-Mittelstand, typischerweise 20 bis 500 Mio. EUR Umsatz (Eigenangabe); partnergeführt | München, Wien, Baar (Zug) |
Stand: September 2026. Alle Angaben laut Websites, Pressemitteilungen oder öffentlichen Profilen der Anbieter (Quellen unten). „Nicht gesondert ausgewiesen“ heißt: auf der jeweiligen Website nicht als eigene Leistung beschrieben, nicht, dass es die Leistung nicht gibt. Keine Rangfolge, keine Bewertung. Mitarbeiterzahlen beziehen sich auf die jeweils zitierte Einheit.
Einordnung
Was die Tabelle zeigt.
Beratungen beraten, Investoren investieren. Fast alle Restrukturierungsberatungen arbeiten honorarbasiert und setzen kein eigenes Eigenkapital ein. Das sichert ihre Unabhängigkeit, etwa bei Sanierungsgutachten für Banken. Special-Situations-Investoren wie AURELIUS, Mutares, Accursia oder Callista kaufen dagegen Unternehmen und entwickeln sie im eigenen Portfolio weiter. Sie sind Käufer, keine Berater des Verkäufers.
Umsetzung ist heute Standard, Interim-Rollen nicht überall. Viele Häuser betonen die Umsetzung. Ausdrücklich eigene Interim- oder CRO-Leistungen weisen unter anderem FalkenSteg, WAYES, Alvarez & Marsal, AlixPartners und Roland Berger aus; Atreus ist darauf spezialisiert.
Größe ist eine Frage der Passung. Internationale Häuser bringen Kapazität für große, grenzüberschreitende Programme mit. Mittelstandsberatungen und Kanzleien sind oft regional näher und auf Familienunternehmen, Eigenverwaltung oder bestimmte Branchen eingestellt.
Tactical Management ist ein kleineres, partnergeführtes Haus. Es unterscheidet sich weniger durch Größe als durch das Modell: Konzept, Umsetzung mit Interim-Rollen und, wenn die Sanierung Eigenkapital braucht oder die Gesellschafter aussteigen wollen, eigenes Kapital bis zur Übernahme. Gründungspartner ist Dr. Raphael Nagel (LL.M.) mit mehr als 25 Jahren in Banking und Transaktionen und über 100 begleiteten M&A-Transaktionen. Einzelvergleiche mit Investoren finden Sie unter Investoren im Vergleich, etwa AURELIUS, Accursia Capital und Callista.
Checkliste
Wie Sie die richtige Beratung auswählen: 8 Kriterien.
Die folgenden Fragen helfen, Anbieter vergleichbar zu machen. Lassen Sie sich die Antworten im Angebot schriftlich geben.
- Krisenstadium: Passt die Erfahrung zum Stadium, von der Strategie- und Ergebniskrise bis zur akuten Liquiditätskrise mit Antragspflichten? Je später das Stadium, desto wichtiger sind Tempo und Verfahrenswissen.
- Unternehmensgröße und Branche: Hat der Anbieter vergleichbare Mandate in Ihrer Umsatzklasse und Branche begleitet? Fragen Sie nach Referenzen, die Sie selbst anrufen dürfen.
- Akzeptanz bei Banken und Kreditversicherern: Werden Sanierungskonzepte des Anbieters nach IDW S 6 von Finanzierern anerkannt? Für ein Sanierungskonzept ist das oft entscheidend.
- Verfahrenskompetenz: Kann der Anbieter StaRUG, Eigenverwaltung und Schutzschirmverfahren begleiten? Für die Bescheinigung im Schutzschirmverfahren verlangt § 270d InsO einen in Insolvenzsachen erfahrenen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt oder eine Person mit vergleichbarer Qualifikation. Mehr unter Verfahren & StaRUG.
- Umsetzung und Interim: Endet das Mandat mit dem Konzept, oder übernimmt der Anbieter Verantwortung in der Umsetzung, bei Bedarf als Chief Restructuring Officer oder Interim-CFO?
- Team: Wer arbeitet tatsächlich im Unternehmen, und wie viel Zeit investiert der verantwortliche Partner? Lassen Sie sich das Kernteam namentlich zusagen.
- Kapitalbedarf: Braucht die Sanierung frisches Eigenkapital oder einen neuen Gesellschafter? Dann gehören Investoren und Anbieter mit eigenem Kapital früh auf die Liste.
- Honorar und Interessenkonflikte: Wie wird abgerechnet, und gibt es Rollenkonflikte? Wer berät und zugleich als Käufer in Frage kommt, sollte diese Rollen offenlegen und schriftlich trennen.
Entscheidungshilfe
Berater, Interim-Manager oder Investor?
Die drei Modelle lösen unterschiedliche Probleme. Oft ist eine Kombination sinnvoll, etwa ein Berater für das Konzept und ein Interim-CRO für die Umsetzung.
| Restrukturierungsberater | Interim-Manager / Provider | Special-Situations-Investor | Kombiniertes Modell | |
|---|---|---|---|---|
| Sinnvoll, wenn | Diagnose, Sanierungskonzept, Bankenprozess oder Verfahren anstehen | Eine Führungsrolle fehlt oder das Management Umsetzungskapazität braucht | Die Gesellschafter verkaufen wollen oder müssen, ein Carve-out ansteht | Konzept, Umsetzung und möglicherweise Kapital aus einer Hand nötig sind |
| Stärke | Unabhängigkeit, Methodik, Akzeptanz bei Finanzierern | Operative Verantwortung auf Zeit, schneller Start | Eigenkapital, Entscheidungssicherheit, neue Eigentümerstruktur | Durchgängige Verantwortung, Kapital als Option |
| Grenze | Kein eigenes Kapital; Umsetzung je nach Haus unterschiedlich tief | Einzelperson; Konzept und Stakeholder-Management oft nicht Teil des Mandats | Erwirbt das Unternehmen, der bisherige Eigentümer gibt Kontrolle ab | Rollen als Berater und möglicher Käufer müssen transparent getrennt werden |
| Vergütung | Tages- oder Pauschalhonorare, teils Erfolgskomponenten | Tagessatz | Kaufpreis; der Investor verdient an der Wertsteigerung | Honorar, Beteiligung oder Kaufpreis, je nach Rolle |
| Beispiele aus der Tabelle | FalkenSteg, FTI-Andersch, SMP, WAYES, W&P, Roland Berger, A&M, AlixPartners, RSM Ebner Stolz | Atreus; Interim-Leistungen auch bei mehreren Beratungen | Accursia, AURELIUS, Callista, Mutares | Tactical Management |
Kosten
Kosten und Honorarmodelle.
Restrukturierungsberatungen veröffentlichen ihre Honorare in der Regel nicht. Belastbare Orientierung geben Branchenstudien: Laut der Studie „Honorare im Consulting 2025“ des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) lag der durchschnittlich abgerechnete Tagessatz 2025 bei rund 1.300 Euro, für Partner und Geschäftsführer bei rund 1.600 Euro und für Analysten bei rund 700 Euro. Spezialisierte Restrukturierungs- und Großberatungen liegen erfahrungsgemäß häufig über dem Durchschnitt aller Beratungsdisziplinen.
Für Interim-Manager nennt die AIMP-Marktstudie 2025 durchschnittliche Tagessätze für 2024 von 1.338 Euro in Deutschland, 1.282 Euro in Österreich und 1.712 Euro in der Schweiz.
Üblich sind Tageshonorare, Pauschalen für klar umrissene Leistungen wie ein Sanierungskonzept und teils Erfolgskomponenten, etwa bei Refinanzierung oder Verkauf. In gerichtlichen Verfahren richtet sich die Vergütung von Insolvenzverwaltern und Sachwaltern nach der Insolvenzrechtlichen Vergütungsverordnung (InsVV). Investoren berechnen kein Honorar, sie zahlen einen Kaufpreis und tragen das unternehmerische Risiko.
Tactical vereinbart nach der Ersteinschätzung einen festen Rahmen. Wo es sinnvoll ist, werden Honorare mit Erfolgskomponenten verbunden oder durch eine Beteiligung ersetzt.
Quellen
Quellen und Methodik.
Berücksichtigt wurden Anbieter, die ein Geschäftsführer im DACH-Mittelstand bei der Suche nach Restrukturierung, Interim-Management oder einem Investor für eine Sondersituation typischerweise in Betracht zieht. Die Auswahl ist nicht abschließend. Alle Angaben wurden im September 2026 geprüft; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der Anbieter. Hinweise auf Fehler bitte an die im Impressum genannte Adresse.
- Dr. Wieselhuber & Partner: Restrukturierung & Sanierung, 35 Jahre W&P
- FalkenSteg: Leistungen Restructuring, Büro Hamburg (2022)
- FTI-Andersch: Website, FTI Consulting, Pressemitteilung 2019
- Struktur Management Partner: Website, Profil Hidden Champions of Consulting
- WAYES: Restrukturierung, Rebranding comes zu WAYES
- AlixPartners: Turnaround & Restructuring
- Alvarez & Marsal: Wikipedia, A&M zu Interim-Management
- Roland Berger: Restructuring & Turnaround, Wikipedia
- hww hermann wienberg wilhelm: Website, Impressum, Fusion 2015
- RSM Ebner Stolz: Restrukturierung, Wikipedia
- Atreus: Website
- Accursia Capital: Website
- AURELIUS: Über AURELIUS
- Callista Private Equity: About us
- Mutares: Unternehmen
- Honorare: BDU, Honorare im Consulting 2025; AIMP-Studie 2025 (Zusammenfassung)
- Tactical Management: Profil, Dr. Raphael Nagel
Häufige Fragen
Was Geschäftsführer zur Auswahl fragen.
Welche Restrukturierungsberatung ist die beste für den Mittelstand?
Das hängt von der Situation ab, eine allgemeingültige Rangliste gibt es nicht. Für Sanierungskonzept und Bankenprozess im Mittelstand kommen spezialisierte Restrukturierungsberatungen wie FalkenSteg, FTI-Andersch, Struktur Management Partner, WAYES oder Dr. Wieselhuber & Partner in Frage. Für große, internationale Programme internationale Häuser wie Roland Berger, Alvarez & Marsal oder AlixPartners. Für gerichtliche Verfahren Kanzleien und Wirtschaftsprüfer mit Verfahrenserfahrung wie hww oder RSM Ebner Stolz. Wenn neben Beratung und Umsetzung auch Kapital oder ein neuer Gesellschafter nötig sein könnte, passt ein kombiniertes Modell wie Tactical Management. Entscheidend sind Krisenstadium, Unternehmensgröße, Verfahrensbedarf, Umsetzungstiefe und das Team, das tatsächlich im Unternehmen arbeitet.
Was kostet eine Restrukturierungsberatung?
Honorare werden individuell vereinbart und selten veröffentlicht. Zur Orientierung: Der durchschnittliche Tagessatz im Consulting lag 2025 laut BDU bei rund 1.300 Euro, für Partner bei rund 1.600 Euro. Interim-Manager kosteten 2024 laut AIMP im Schnitt 1.338 Euro pro Tag in Deutschland, 1.282 Euro in Österreich und 1.712 Euro in der Schweiz. Spezialisierte Restrukturierungsberatungen liegen häufig darüber. Neben Tagessätzen sind Pauschalen und Erfolgskomponenten üblich.
Was ist der Unterschied zwischen Restrukturierungsberater und Interim-Manager?
Ein Restrukturierungsberater analysiert, erstellt das Sanierungskonzept und begleitet die Umsetzung, meist ohne Organfunktion. Ein Interim-Manager übernimmt für begrenzte Zeit eine Führungsrolle mit operativer Verantwortung, etwa als Chief Restructuring Officer oder Interim-CFO. Viele Beratungen bieten beides an, Interim-Provider wie Atreus vermitteln und begleiten gezielt Interim-Manager. Mehr unter Interim-Management.
Welche Restrukturierungsberater investieren auch eigenes Kapital oder übernehmen Unternehmen?
Klassische Restrukturierungsberatungen setzen in der Regel kein eigenes Eigenkapital ein, um unabhängig zu bleiben. Unternehmen kaufen Special-Situations-Investoren wie AURELIUS, Mutares, Accursia Capital oder Callista, die aber als Käufer auftreten, nicht als Berater. Tactical Management verbindet beides: Beratung und Interim-Rollen, auf Wunsch eigenes Kapital, eine Beteiligung oder die Übernahme. Wichtig ist, dass die Rollen als Berater und möglicher Käufer offen gelegt und getrennt werden.
Wer erstellt ein Sanierungskonzept nach IDW S 6?
IDW S 6 ist ein Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer. Sanierungskonzepte nach diesem Standard erstellen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und spezialisierte Restrukturierungsberatungen. Banken und Kreditversicherer achten darauf, dass der Ersteller Erfahrung und Unabhängigkeit mitbringt. Klären Sie deshalb vorab mit den Finanzierern, welche Anbieter sie akzeptieren. Details unter Sanierungskonzept IDW S 6.
Welche Restrukturierungsberatung gibt es für Österreich und die Schweiz?
Mehrere der genannten Anbieter sind im gesamten DACH-Raum tätig, internationale Häuser mit eigenen Büros, Mittelstandsberatungen oft von Deutschland aus. Wichtig ist Erfahrung mit dem jeweiligen Recht: in Österreich mit der Restrukturierungsordnung und dem Sanierungsverfahren nach Insolvenzordnung, in der Schweiz mit der Nachlassstundung nach SchKG. Tactical Management hat Sitze in München, Wien und Baar.
Wie schnell kann eine Restrukturierungsberatung starten?
In akuten Liquiditätskrisen zählen Tage. Viele Anbieter können binnen weniger Tage mit einer Schnelldiagnose beginnen. Fragen Sie konkret nach Startdatum, Kernteam und ersten Ergebnissen, etwa einer 13-Wochen-Liquiditätsplanung. Tactical Management ruft werktags innerhalb von 60 Minuten zurück und legt innerhalb von 72 Stunden eine schriftliche Ersteinschätzung vor.
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