Liquidität und Working Capital
13-Wochen-Plan, Bestandsabbau, Forderungsmanagement, Gespräche mit Banken, Factoring-Partnern und Kreditversicherern.
Hamburg · Norddeutschland
Hamburgs Wirtschaft hängt an Warenströmen. Wenn Zölle, Frachtraten, Nachfrage und Finanzierungskosten sich verschieben, geraten Spediteure, Händler, Dienstleister und Zulieferer schnell unter Druck. Tactical arbeitet mit dem Management an Liquidität, Kosten und Finanzierung, übernimmt Verantwortung in der Umsetzung und bringt auf Wunsch eigenes Kapital mit.
Kurz gesagt
Restrukturierungsberatung in Hamburg heißt für Tactical: Liquidität sichern, ein belastbares Sanierungskonzept erarbeiten und die Maßnahmen umsetzen, mit besonderem Blick auf Logistik, Handel und maritime Wirtschaft. Restrukturierungsgericht nach StaRUG ist das Amtsgericht Hamburg, Insolvenzverfahren werden zentral beim Amtsgericht Hamburg-Mitte geführt. Hamburg zählte 2025 laut Statistikamt Nord 869 Unternehmensinsolvenzen, im ersten Halbjahr 2026 waren es 441, 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Tactical arbeitet vor Ort beim Mandanten, von München aus.
Der Hamburger Hafen hat 2025 mehr Container umgeschlagen als im Vorjahr, der Verkehr mit den USA ist aber wegen der US-Zollpolitik deutlich eingebrochen. Dazu kommen hohe Personal- und Energiekosten und eine Handelskammer, die im Sommer 2026 einen Rekordwert bei den Geschäftsrisiken gemeldet hat.
In Logistik und Handel sind Margen dünn und Kapitalbindung hoch. Ein verlorener Großkunde, ein Ausfall bei Frachtraten oder ein Lager voller Ware, die sich nicht dreht, reichen oft, um die Liquidität zu kippen. Wir setzen genau dort an: Working Capital, Kunden- und Standortprofitabilität, Flotte, Verträge und Finanzierung.
Stand: September 2026 · Verantwortlich: Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner
Typische Situationen
Was wir konkret tun
13-Wochen-Plan, Bestandsabbau, Forderungsmanagement, Gespräche mit Banken, Factoring-Partnern und Kreditversicherern.
Krisenursachen, Leitbild, Maßnahmen und integrierte Planung. Mit Wirtschaftsprüfern, wenn ein Gutachten gefordert ist.
Welche Kunden, Relationen, Lager und Fahrzeuge verdienen Geld und welche nicht. Daraus folgen Preis-, Kapazitäts- und Vertragsmaßnahmen.
Nachverhandlung von Miet-, Leasing- und Kundenverträgen. Wo außergerichtlich nichts geht, Prüfung der Instrumente des StaRUG.
Wirtschaftliche Vorbereitung von Restrukturierungsplan, Gruppenbildung und Vergleichsrechnung, gemeinsam mit spezialisierten Sanierungsanwälten.
Umsetzungsverantwortung auf Zeit, frisches Eigenkapital über eine Beteiligung oder die Übernahme durch Tactical, wenn die Gesellschafter aussteigen wollen.
Zuständigkeiten
Nach § 34 Abs. 1 StaRUG ist das Amtsgericht am Sitz des Oberlandesgerichts Restrukturierungsgericht für den OLG-Bezirk. Für das Hanseatische Oberlandesgericht ist das das Amtsgericht Hamburg. Laut Geschäftsverteilungsplan können Schuldner dort auch um ein Vorgespräch vor einer Anzeige nach § 31 StaRUG bitten. Die Zuständigkeit im Einzelfall prüfen Ihre Rechtsanwälte.
| Anlaufstelle | Zuständigkeit | Hinweis |
|---|---|---|
| Amtsgericht Hamburg, Restrukturierungsgericht | Restrukturierungssachen nach StaRUG für den Bezirk des Hanseatischen OLG | Geschäftsverteilungsplan 2026 |
| Insolvenzgericht Hamburg (Amtsgericht Hamburg-Mitte) | Alle Insolvenzverfahren für Hamburg, zentral geführt | Sievekingplatz 1, 20355 Hamburg; Justiz Hamburg |
| Amtsgericht Bremen | Restrukturierungsgericht für den OLG-Bezirk Bremen | AG Bremen, Insolvenzsachen |
| Amtsgericht Hannover / Oldenburg | Restrukturierungsgerichte für die OLG-Bezirke Celle und Oldenburg in Niedersachsen | AG Oldenburg, Zuständigkeit |
| Handelskammer Hamburg, Beratung für Unternehmen in der Krise | Kostenfreie Beratung für Mitgliedsunternehmen und individuelle Krisenberatung mit Insolvenzexperten per Videotermin | Handelskammer |
| Handelskammer Hamburg, Unternehmensnachfolge | Nachfolgedialog, nexxt-change Unternehmensbörse und Unternehmenswertrechner | Handelskammer-Nachfolge |
| IFB Hamburg | Förderkredite der Reihe Hamburg-Kredit, Landesbürgschaften und Beratungscenter Wirtschaft | IFB Hamburg |
Stand September 2026. Angebote und Zuständigkeiten ändern sich; maßgeblich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.
Zahlen
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Hamburg ist 2025 leicht gestiegen, die voraussichtlichen Forderungen haben sich fast verdoppelt. Im Umland ist der Anstieg im ersten Halbjahr 2026 deutlich stärker.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Unternehmensinsolvenzen Hamburg 2025 | 869 (+2,4 %) | Statistikamt Nord, 02.03.2026 |
| Betroffene Beschäftigte / voraussichtliche Forderungen Hamburg 2025 | mindestens 5.267 / rund 1,4 Mrd. Euro (+90 %) | Statistikamt Nord |
| Unternehmensinsolvenzen Hamburg 1. Halbjahr 2026 | 441 (+7,8 %), rund 702 Mio. Euro Forderungen | Statistikamt Nord, 02.09.2026 |
| Unternehmensinsolvenzen Schleswig-Holstein 2025 | 903 (+8,4 %) | Statistikamt Nord, D III 1 j 25 SH |
| Unternehmensinsolvenzen Schleswig-Holstein 1. Halbjahr 2026 | 571 (+26 %); Verkehr und Logistik 105 je 10.000 Unternehmen | Statistikamt Nord, 02.09.2026 |
| Containerumschlag Hafen Hamburg 2025 | 8,3 Mio. TEU (+7,3 %); USA-Verkehr −25,6 % | Hafen Hamburg Marketing |
Region
Das Konjunkturbarometer der Handelskammer Hamburg für das zweite Quartal 2026 weist einen Rekordwert bei den Geschäftsrisiken aus. An erster Stelle stehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, gefolgt von der Inlandsnachfrage und den Arbeitskosten. Investitions- und Beschäftigungspläne sind per Saldo negativ (Handelskammer Hamburg, 14.07.2026).
Am Hafen zeigt sich die Verschiebung der Handelsströme direkt: Während der Verkehr mit Asien und Nordeuropa 2025 zugelegt hat, ist der Containerverkehr mit den USA laut Hafen Hamburg Marketing wegen der US-Zollmaßnahmen um ein Viertel zurückgegangen. Für Spediteure, Kontraktlogistiker und Händler mit starkem Transatlantikgeschäft verändern sich damit Mengen, Relationen und Kundenstruktur.
Typische Krisenmuster, die wir in Logistik und Handel sehen: hohe Fixkosten aus Flächen und Flotte, Abhängigkeit von wenigen Verladern, zu viel gebundenes Kapital in Beständen und Forderungen, und Verträge, die für ein anderes Volumen abgeschlossen wurden.
Vor Ort
Tactical Management hat Büros in München, Wien und Baar (Zug). In Hamburg und Norddeutschland arbeiten wir vor Ort beim Mandanten, von München aus: im Lager, im Controlling und in den Gesprächen mit Banken, Kunden und Vermietern.
Für gerichtliche Schritte arbeiten wir mit spezialisierten Sanierungsanwälten zusammen. Tactical erbringt keine Rechtsberatung, sondern liefert Planung, Konzept, Umsetzung und auf Wunsch Kapital.
Ablauf
Liquidität, Working Capital, Kunden- und Standortprofitabilität, Sanierungsfähigkeit. Sofortmaßnahmen.
Sanierungskonzept, integrierte Planung, Entscheidung über außergerichtlichen Weg oder StaRUG.
Kunden- und Vertragsverhandlungen, Kapazitätsanpassung, Programmbüro und Interim-Rollen.
Neue Kunden und Relationen, Finanzierung, Beteiligung oder Eigentümerwechsel.
Mehr als Beratung
Hamburger Kaufleute schätzen klare Worte. Wir sagen früh, ob ein Unternehmen sanierungsfähig ist, und übernehmen dann Verantwortung für die Umsetzung, auf Wunsch als Chief Restructuring Officer. Dr. Raphael Nagel (LL.M.) bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung und über 100 M&A-Transaktionen mit. Tactical kann Kapital bereitstellen und das Unternehmen übernehmen, wenn die Gesellschafter aussteigen wollen.
Häufige Fragen
Das Amtsgericht Hamburg ist Restrukturierungsgericht für den Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgerichts (§ 34 Abs. 1 StaRUG). Laut Geschäftsverteilungsplan sind dafür mehrere Abteilungen des Insolvenz- und Restrukturierungsgerichts zuständig. Die Zuständigkeit im Einzelfall prüfen Ihre Rechtsanwälte.
Alle Insolvenzverfahren in Hamburg werden zentral beim Amtsgericht Hamburg-Mitte geführt, Sievekingplatz 1, 20355 Hamburg.
Ja. Die Handelskammer Hamburg bietet ihren Mitgliedern eine kostenfreie Beratung für Unternehmen in der Krise sowie eine individuelle Krisenberatung mit Insolvenzexperten an. Die IFB Hamburg bietet Förderkredite und Landesbürgschaften. Voraussetzungen legen die Stellen selbst fest.
Nein. Unsere Büros sind in München, Wien und Baar (Zug). In Hamburg und Norddeutschland arbeiten wir vor Ort beim Mandanten, von München aus.
Meist über Working Capital: Forderungen schneller einziehen, Bestände abbauen, Zahlungsziele mit Lieferanten abstimmen und nicht betriebsnotwendige Flächen oder Fahrzeuge abgeben. Ein 13-Wochen-Liquiditätsplan zeigt, wie viel Zeit bleibt und welche Hebel zuerst wirken.
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